Düngemittelkonzern
Hohe Getreidepreise lassen Potash frohlocken

Der weltgrößte Düngemittelkonzern Potash verdoppelt seinen Nettogewinn im dritten Quartal. Die Kanadier profitieren vor allem von den hohen Getreidepreisen.
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TorontoDie hohen Getreidepreise treiben das Geschäft beim weltgrößten Düngemittelhersteller Potash an. Der kanadische Rivale des deutschen Konzerns K+S verdoppelte im abgelaufen Quartal seinen Gewinn und blickt trotz der unsicheren Lage der Weltwirtschaft auch optimistisch in die Zukunft. „Für die stetig steigende Zahl der Menschen in der Welt wird immer mehr Nahrung benötigt - und damit auch immer mehr Dünger“, erklärte Firmenchef Bill Doyle.

Damit hänge Potash nur bedingt an der Weltkonjunktur. Die Vereinten Nationen haben errechnet, dass am kommenden Montag die Zahl der Erdbewohner die Marke von sieben Milliarden erreichen wird. Bis 2050 wird ein weiterer Anstieg auf mindestens 9,3 Milliarden Menschen erwartet. Dank der starken Nachfrage nach Düngemitteln wie Stickstoff, Pottasche und Phosphaten setzte Potash zudem höhere Preise durch. Der Nettogewinn stieg im Quartal auf 826 von zuvor 343 Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte um fast 50 Prozent auf 2,32 Milliarden Dollar. Die Potash-Aktie legte in New York vorbörslich vier Prozent zu. K+S legt am seine Quartalsbilanz vor.

In Nordamerika erwartet Potash, dass die derzeit gute Ernte einen höheren Dünger-Bedarf für die nächste Pflanzsaison auslöst. Für Lateinamerika werde 2011 ein Rekord-Einsatz von Stickstoff & Co erwartet, auch angetrieben von der hohen Nachfrage in Brasilien beim Anbau von Sojabohnen, Rohrzucker und Mais für den Weltmarkt. Gleiches gelte für Indien, wo schon allein die weiter steigende Zahl der Einwohner die Nachfrage antreibe. In Asien bleibe der Bedarf an Dünger etwa für den Anbau von Ölpalmen und Reis ebenfalls hoch.

Potash-Kunden seien einerseits wegen des unsicheren Ausblicks auf die Weltwirtschaft vorsichtig, erklärte der Konzern. Andererseits seien Landwirte auf Düngemittel angewiesen. Ihre Kaufentscheidung hänge nicht so sehr von den täglichen Schwankungen der Preise an den Rohstoff-Märkten ab. Wegen der robusten Nachfrage seien die Produktionskapazitäten bei Potash und wohl auch bei den Wettbewerben zuletzt bereits nahezu ausgelastet gewesen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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