Düngemittelspezialist
K+S sammelt mit Anleihe eine Milliarde Euro ein

Die Ratingagentur S&P hatte kürzlich die Bonitätsnote von K+S auf „BBB“ herabgesetzt. Nun hat der Salz- und Düngemittelhersteller bei einer Bondemission Geld für den Ausbau einer kanadischen Mine eingesammelt.
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LondonMit der Ausgabe von fünf- und achtjährigen Anleihen hat sich der Düngemittelhersteller K+S am Kapitalmarkt insgesamt eine Milliarde Euro geliehen. Das Geld will der Kasseler Konzern unter anderem in ein geplantes Bergwerk in der kanadischen Provinz Saskatchewan stecken, wo Kali gefördert werden soll. Das Projekt ist wichtig, weil die Kali-Vorkommen in den K+S-Minen in Deutschland in wenigen Jahrzehnten ausgebeutet sind. Das mit den Anleihen eingenommene Geld soll auch verwendet werden, um bestehende Kredite abzulösen, wie der Dax-Konzern am Montag mitteilte.

Beide Papiere haben ein Volumen von je 500 Millionen Euro. Der fünfjährige Bond hat einen Kupon von 3,125 Prozent und eine Rendite von 3,174 Prozent. Die achtjährige Anleihe wird mit 4,125 Prozent verzinst und rentiert mit 4,194 Prozent. "Die schnelle und erfolgreiche Platzierung der beiden Anleihen gewährleistet langfristige Finanzierungssicherheit und zeigt das Vertrauen des Kapitalmarkts in die nachhaltige Ertragskraft der K+S-Gruppe", erklärte Finanzvorstand Burkhard Lohr. Mit der Emission nutze das Unternehmen auch das günstige Umfeld auf dem Kapitalmarkt.

Viele Konzerne können sich zurzeit vergleichsweise günstig verschulden, weil die Notenbanken der USA und der Euro-Zone eine ultralockere Geldpolitik verfolgen und Investoren händeringend nach Anlagemöglichkeiten suchen.

Die Ratingagentur S&P senkte kürzlich die Bonitätsnote des Konzerns um eine Stufe auf "BBB". Die Konkurrenzagentur Moody's hatte ihr Rating sogar um zwei Stufen auf das Ramschniveau "Ba1" heruntergestuft. Moody's begründete dies unter anderem mit einem drohenden Preisverfall von Kali-Dünger nach dem Platzen des russisch-weißrussischen Exportbündnisses BPC.

Die K+S-Emission begleitete BNP Paribas, Deutsche Bank, DZ Bank und Morgan Stanley.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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