Duft- und Aromahersteller
Symrise macht Hoffnung auf höhere Dividende

Die Aktionäre von Symrise können bei der ersten Dividendenzahlung des Duft- und Aromenherstellers auf mehr hoffen als bislang in Aussicht gestellt.

HB FRANKFURT. Symrise plane für das laufende Geschäftsjahr eine Ausschüttungsquote von etwa 35 Prozent, sagte Vorstandschef Gerold Linzbach am Dienstagabend in Frankfurt. "Vielleicht können wir auch etwas mehr zahlen." Bislang hatte der Vorstand des vor einem Jahr an die Börse gegangenen Unternehmens angekündigt, rund 30 bis 35 Prozent des Gewinns an die Anteilseigner auszuschütten.

Symrise strebe eine nachhaltige Dividende an, gleichzeitig wolle sich der Konzern aber auch die Flexibilität für Zukäufe bewahren. "Wir können Dividenden zahlen und einige kleine Akquisitionen machen", sagte Finanzvorstand Dominique Yates. Diese könne Symrise aus dem laufenden Cash-Flow finanzieren. "Wir müssen in den nächsten drei Jahren nicht an die Kreditmärkte gehen für kleinere Zukäufe", sagte Yates.

Größere Übernahmen jenseits einer Milliarde Euro habe der Konzern derzeit nicht im Blick. "Jetzt wollen wir erst mal ein bis eineinhalb Jahre liefern, bevor wir kommen und sagen, wir brauchen ein bis zwei Mrd. für Akquisitionen. Momentan ist das nicht das Jagdziel, momentan jagen wir im kleinen Bereich", sagte Linzbach. Konkrete Gespräche liefen derzeit mit einem Unternehmen aus den Schwellenländern mit einem Umsatz von 25 Mill. Euro. Generell schaue sich Symrise konstant zehn bis 15 Unternehmen an und verhandle mit zwei oder drei davon.

Die im Nebenwerteindex MDax gelistete Gesellschaft ist der weltweit viertgrößte Hersteller von Aromen und Duftstoffen für die Kosmetik- und Lebensmittelindustrie. Zu den Kunden gehören unter anderem Coca -Cola, Nestle und Procter & Gamble. Im laufenden Jahr will das Holzmindener Unternehmen unverändert das obere Ende seiner Prognose eines Umsatzwachstums von fünf bis sechs Prozent erreichen. Symrise rechne mit einem Umsatzplus von mindestens sechs Prozent, sagte Linzbach. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) solle sich um mindestens zehn Prozent erhöhen. Diese Prognose gelte zu konstanten Wechselkursen auch für das kommende Geschäftsjahr, kündigte der Vorstand an.

Etwas zu schaffen mache dem Unternehmen der schwache Dollar. Optimistisch stimme Symrise aber ein starkes Geschäft in Schwellenländern und mit Großkunden, bei denen die Firma bevorzugter Lieferant ist, sowie eine hohe Nachfrage nach Produkten mit zusätzlichen Funktionalitäten wie zum Beispiel Deos mit geschlechtsspezifischen Düften. "Die Zusammenwirkung dieser drei Wachstumstreiber macht uns extrem zuversichtlich, dass in vorhersehbarer Zukunft immer in der Lage sein werden, schneller zu wachsen als der Markt", sagte Linzbach.

Die Aktien von Symrise waren am 11. Dezember 2006 zu einem Preis von 17,25 Euro an der Börse gestartet. In der Spitze haben sie seitdem zwischenzeitlich rund 34 Prozent zugelegt. Mit 18,20 Euro notierten sie am Mittwoch nur gut fünf Prozent über dem Ausgabekurs.

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