Dufthersteller
Symrise erfreut die Börse

Das Unternehmen Symrise kennen viele Menschen nicht. Dabei stecken die Produkte in Hunderten Produkten, mit denen wir täglich zu tun haben. Heute hat Symrise Zahlen vorgelegt. Und die waren besser als gedacht, so dass die Aktie auf Höhenflug geht.

HB HOLZMINDEN. Der Duft- und Geschmacksstoffspezialist Symrise wagt wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise für 2009 keine konkreten Prognosen. „Wegen der Volatilität im gegenwärtigen ökonomischen Umfeld sind präzise Aussagen über Profitabilität und EBITA-Marge zurzeit nicht möglich“, sagte der im Oktober scheidende Konzernchef Gerold Linzbach am Mittwoch laut Mitteilung.

Trotz des schwierigen Umfelds solle die Gesellschaft aber auch 2009 schneller wachsen als der Markt. Das erste Halbjahr werde im Vergleich zum starken ersten Halbjahr des Vorjahres schwächer ausfallen. Gründe seien die hohen Preise, zu denen Rohstoffe für die nächsten Monate eingekauft wurden, und der negative Einfluss der Krise auf das Bestellverhalten der Kunden.

Der Umsatz stieg um 3,6 Prozent auf 1,32 Mrd. Euro. Ohne die Zukäufe in den USA wäre der Umsatz allerdings nur um 0,8 Prozent gewachsen. Hohe Rohstoffkosten und die Krise sorgten allerdings für einen Gewinnrückgang.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um vier Prozent auf 262,5 Mio. Euro. Unter dem Strich ging der Gewinn um sieben Prozent auf 90,4 Mio. Euro zurück. Mit einer EBITDA-Marge von 19,9 Prozent erfüllte der Konzern das im vergangenen Jahr mehrmals gesenkte eigene Ziel und die Ertragserwartungen der Analysten. Die Aktionäre sollen für 2008 eine unveränderte Dividende in Höhe von 0,50 Euro je Aktie erhalten.

Das Geschäftsergebnis sei 2008 durch hohe Rohstoffpreise und akquisitionsbedingte Integrationskosten belastet worden, hieß es. Auf das ganze Jahr gesehen seien die Rohstoffpreise um mehr als fünf Prozent gestiegen. Die Integrationskosten bezifferte Linzbach auf sechs Mio. Euro. Für 2009 seien weitere Integrationskosten von rund drei Mio. Euro zu erwarten.

Der mit der Verschärfung der Finanz- und Wirtschaftskrise im zweiten Halbjahr 2008 verbundene Nachfragerückgang machte sich der Gesellschaft zufolge vor allem in den Luxussegmenten und beim Bestellverhalten der Kunden bemerkbar. So hätten viele Kunden ihre Lagerbestände abgebaut, um ihre Kapitalbindung zu optimieren. Das Bestellverhalten sei zunehmend vorsichtiger und konservativer geworden, hieß es.

Im laufenden Jahr rechnet Symrise trotz mit einem organischen Umsatzwachstum. Der Erlös dürfte organisch und währungsbereinigt um ein bis drei Prozent zulegen, sagte der im Oktober scheidende Konzernchef Gerold Linzbach am Mittwoch in Frankfurt nach Vorlage der Bilanz 2008.

Am Finanzmarkt war die erste Reaktion auf die Bilanz positiv. Die Aktien legten zum Handelsstart über zwischenzeitlich über zehn Protent zu.

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