Duisburger Mischkonzern bestätigt
Haniel verkauft Baustoff-Sparte Xella

Der Duisburger Mischkonzern Haniel hat sich im Zuge seiner Konzentration auf Handel und Dienstleistungen, wie vom Handelblatt bereits vor einigen Tagen vorab berichtet, von seiner Baustoff-Sparte Xella getrennt.

HB DÜSSELDORF. Ein Konsortium, das zu gleichen Teilen aus dem französischen Finanzinvestor PAI Partners und dem US-Investmenthaus Goldman Sachs Capital Partners besteht, erhielt den Zuschlag, wie Haniel am Dienstag mitteilte. Für den Hersteller von "Ytong"-Porenbeton erlöste Haniel nach Aussagen eines Sprechers rund zwei Mrd. Euro, ein Preis, den Haniel-Chef Eckhard Cordes nach Informationen aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen auch angepeilt hatte. Der Verkauf erfolge rückwirkend zum 31. März und sei vom Kartellamt noch nicht genehmigt.

Damit ist der Deal die zweitgrößte Übernahme durch Finanzinvestoren in Deutschland in diesem Jahr nach dem Einstieg von CVC beim Mischkonzern Evonik für 2,4 Mrd. Euro. Haniel werde nun in den kommenden Wochen überlegen, was mit dem Erlös passieren solle, sagte der Sprecher. Noch sei keine Entscheidung gefallen. Man werde sich das Portfolio anschauen.

Einer Aufstockung seiner Beteiligung an dem Düsseldorfer Handelskonzern Metro hat Cordes bereits eine Absage erteilt. Es gebe keine Pläne, etwas an der Beteiligung zu ändern, Haniel habe genügend Einflussmöglichkeiten, hatte Cordes, der auch Metro-Chef ist, gesagt. Zu Haniel gehören auch der um die Versand-Apotheke DocMorris gestärkte Pharmahändler Celesio, der Büroversandhändler Takkt, ELG, die Schrott zur Herstellung von Edelstahl aufbereitet, und der Hygiene- und Berufskleidungs-Spezialist CWS-boco.

Xella passte als letzte im produzierenden Gewerbe tätige Haniel-Tochter nicht mehr in die Strategie von Cordes. Die neuen Eigentümer hätten ein nachhaltiges Konzept für Xella vorgelegt, sagte der Haniel-Sprecher. "Wir sind überzeugt von der strategischen Ausrichtung Xellas auf profitables Wachstum in aussichtsreichen Märkten und werden eng mit der kompetenten Führungsmannschaft und den hoch qualifizierten Mitarbeitern zusammenarbeiten, um diese Strategie erfolgreich umzusetzen", sagte Martin Hintze, bei Goldman Sachs Capital Partners verantwortlich für die deutschsprachige Region.

PAI Partners gehört in Deutschland bereits der Dachziegelhersteller Monier, der mit der Marke "Braas" bekannt ist. Xella ist mit über 7600 Mitarbeitern in mehr als 30 Ländern aktiv und erzielte 2007 einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro. Xella ist nach Haniel-Angaben der weltweit größte Produzent von Porenbeton und Kalksandsteinen.

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