Duisburger Pigmenthersteller
Rockwood will Sachtleben an die Börse bringen

Die Chemiekonzerne Rockwood und Kemira wollen ihre Beteiligung Sachtleben an die Börse bringen. Laut Insider-Informationen sind bereits Bankhäuser mit den Plänen für den Börsengang des Duisburger Unternehmens betraut.
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FrankfurtDer US-Chemiekonzern Rockwood und sein finnischer Partner Kemira arbeiten Insidern zufolge an einem möglichen Börsengang ihrer deutschen Beteiligung Sachtleben. Als Zeitfenster werde aber frühestens das dritte Quartal angepeilt, sagte eine mit den Plänen vertraute Person. Bankhäuser seien bereits mit der Erarbeitung von Plänen betraut worden. Ein Verkauf an einen Wettbewerber oder an eine Beteiligungsgesellschaft bleibe auch eine Option, sagte einer der Insider.

Das in Duisburg ansässige Unternehmen stellt unter anderem das Weißpigment Titandioxid her, dass in Farben, Kunststoffen aber auch in der Verpackungsindustrie zum Einsatz kommt. Rockwood hält 61 Prozent an Sachtleben, Kemira die restlichen 39 Prozent.

Sachtleben kommt nach eigenen Angaben auf Jahresumsätze von rund 700 Millionen Euro. Den Insidern zufolge war das Interesse aus der Branche oder von Beteiligungsgesellschaften zuletzt nicht ausreichend an dem Geschäft gewesen. Daher rücke nun die Börsengangsoption mehr in den Vordergrund. Sowohl Rockwood als auch Kemira hatten bereits in der Vergangenheit gesagt, strategische Optionen für das Geschäft, einschließlich eines Ausstiegs, zu prüfen.

Zu den Informationen aus Kreisen befragt, bekräftigte Kemira lediglich frühere Aussagen, dass das Bankhaus Lazard strategische Gelegenheiten für Sachtleben ausloten soll. Bei Rockwood in den USA war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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