Dumpingpreise: Europas Solarbranche wehrt sich gegen China

Dumpingpreise
Europas Solarbranche wehrt sich gegen China

Die Solarindustrie hat eine Beschwerde in Brüssel gegen die Konkurrenz aus China eingereicht. Mit ihrer Dumping-Strategie würden die Chinesen Jobs in Europa gefährden. Eine weitere Beschwerde ist noch anhängig.
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BrüsselEuropas Solarindustrie wehrt sich erneut mit einer Beschwerde in Brüssel gegen die aus ihrer Sicht unfaire Konkurrenz aus China. Die Vereinigung EU ProSun Glass, in der sich Hersteller für Solarglas zusammengeschlossen haben, reichte bei der EU-Kommission Beschwerde ein, wie die mit ihr verbundene Vereinigung EU ProSun am Dienstag in Brüssel mitteilte. „Schon fast 90 Prozent des importierten Solarglases kommt aus China, wobei europäische Jobs und Fabriken durch das zerstörerische Dumping stark betroffen sind“, hieß es in der Erklärung.

Während EU ProSun die Hersteller von Solarzellen, Solarmodulen und -panelen vertritt, also von fertigen Teilen einer Anlage, vereint EU ProSun Glass der Mitteilung zufolge Produzenten der Glas-Komponente jener fertigen Teile. EU ProSun hatte sich bereits im Juli bei der Kommission über die Chinesen beschwert und konnte zwischenzeitlich einen Teilerfolg verbuchen. Anfang September erklärte Brüssel, es lägen "ausreichende Hinweise" vor, dass die Dumping-Vorwürfe zutreffen könnten, und leitete eine Untersuchung ein.

Der zuständige Handelskommissar Karel De Gucht wollte den Eingang der neuen Beschwerde am Dienstag nicht bestätigen. Generell müsse die Behörde solche Beschwerden aber innerhalb von 45 Tagen vorläufig prüfen, teilte eine Sprecherin mit. Dann folgt gegebenenfalls die eingehende Untersuchung.

Gibt die Kommission schließlich den europäischen Herstellern Recht, kann sie sie durch Strafzölle auf die chinesischen Importe vor dem Dumping schützen. Sollen diese Zölle für mehrere Jahre erhoben werden, müssen auch die Regierungen zustimmen. Sie könnten damit einen Handelskrieg mit China riskieren oder verschärfen. Auf die erste Dumping-Untersuchung reagierte Peking mit Missbilligung.

Zudem ist seit November auch eine Beschwerde wegen vermeintlich unfairer Subventionen für die chinesische Solarbranche in Brüssel anhängig. Die Chinesen hatten zuvor ein Verfahren wegen ähnlicher Vorwürfe für nach China exportiertes Material für Solaranlagen eingeleitet. Subventionen und Dumping können zusammenhängen, wenn die Staatshilfen die Dumping-Preise erst möglich machen.

Kommentare zu "Europas Solarbranche wehrt sich gegen China"

Alle Kommentare
  • Im Artikel sind monatliche Kosten für die Subvention des umweltschädlichen Stroms aus "Erneuerbaren Energien" benannt. Diese sind unrealistisch und sollen den Eindruck erwecken, dass diese Kosten nebensächlich sind.

    Wenn man EEG Kosten von 20 Mrd. € plus Kosten für den Netzausbau 5 Mrd. € und andere Subventionen wie 1% KfW Darlehen insges. 1 Mrd. € addiert und durch 40 Mio. Haushalte dividiert erhält man 650 €/Haushalt.

    Ein Teil wird von den Versorgern mit Marge, Gemeinkosten, Steuern MwSt, direkt an den Verbraucher weitergegeben.

    Ein anderer Teil der Kosten wird von Gewerbe und Indstrie bezahlt und mit Gemeinkosten, Marge und MwSt. an den Verbraucher weitergegeben.

    Damit erscheint eine Belastung von 100€/Monat und Haushalt für den Strom aus "Erneuerbarer Energie" realistisch.

    Vandale

  • Die meisten Länder der Welt "fördern" Industrieansiedlungen.

    Sie bieten gratis Ausbildungen, Verkehrsanbindungen, preiswerte Grundstücke.....

    Insofern hat die Deutsche Solarindustrie neben der EEG Förderung auch direkte Unterstützung erhalten. Man möge sich einfach fragen warum die Produktionsstätten in Frankfurt a.d. Oder, Erfurt angesiedelt wurden.

    Ob die Chinesen, oder die Europäer mehr gefördert haben, dass vermag ich nicht zu beurteilen.

    Gut ist, dass die Deutsche Solarindustrie weitgehend verschwunden ist. Denn andernfalls hätte sich analog der Steinkohle ein jahrzehntelanges Subventionsgrab zugunsten wählerwirksamer Arbeitsplätze auftun können, selbst wenn die Illusion von der Solarenergie längst in den Archieven der Medien begraben ist.

    Vandale

  • Diese Solarabzocker sollen ihren Mund nicht zu weit aufreissen. Schließlich hat Solarworld und CO. das EEG als Subventionstatbestand in ihren Büchern stehen.
    Ohne die Zwangssubventionierung durch den Stromendverbraucher über die EEG-Zwangsabgabe würde es die Solarbranche und allgemeine diese Abzsockerbranche der Erneuerbaren Energieerzeuger erst gar nicht geben!
    Die Erneuerbaren Energien sind weder ein technischer Fortschritt noch sind diese wirtschaftlich am Markt zu halten! Das Erneuerbare Energiegesetz ist ein Abzockergesetz für Spieler! Dies hat nichts mit wettbewerbsfähigen Unternehmertum zu tun! Die ganze Erneuerbare Energiebranche ist eine Schande für jeden ehrlichen Kaufmann! Lug,Trug und möchtegern Unternehmer tummeln sich in diesem Erneuerbaren Energiepool!!!
    ZUM SCHADEN DES DEUTSCHEN VOLKS!!!

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