Dunkle Stunden befürchtet
Italien riskiert neue Stromausfälle

Seit der vergangenen Woche sind in Italien die Temperaturen wieder stark angestiegen und die Angst vor einer Überlastung des Stromnetzes wie im Vorjahr ist groß. Reserven für Stromspitzen sind nach den Worten von Edison-Präsident Umberto Quadrino viel zu klein.

HB MAILAND. Nach Angaben der verantwortlichen Behörden besteht ab sofort bis Anfang August ein hohes Risiko von „Blackouts“, größeren Stromausfällen. Auch Top-Manager der Branche sehen die Gefahr: „Wir riskieren auch dieses Jahr wieder spontane Abschaltungen, da wir lediglich über eine Reserve von einem Prozent über der Spitzenlast im Sommer verfügen“, sagte Umberto Quadrino, Präsident des zweitgrößten italienischen Versorgers Edison, dem Handelsblatt: „Normale Länder wie Deutschland haben eine Reserve von zehn Prozent und sind deshalb außer Gefahr.“

Im vergangenen Jahr hatte das Mittelmeerland zwei große „Blackouts“ erlebt. Am 26. Juli musste der staatliche Netzbetreiber in rund drei Millionen Haushalten für einige Stunden den Strom abschalten, um den riesigen Energiebedarf dem begrenzten Angebot anzupassen. Durch die Hitze von über 35 Grad Celsius liefen Millionen von Klimaanlagen auf Hochtouren. Das war aber erst ein kleiner Vorgeschmack auf die Nacht zum 28. September, als auf dem ganzen Stiefel die Lichter ausgingen. Hier war es indes nicht die Hitze, sondern ein Schaden der Überlandleitung zwischen der Schweiz und Italien, der per Dominoeffekt die gesamte Halbinsel ausknockte.

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