Durch Pensions-Deal Sondergewinne
Honda wächst im Ausland

Der japanische Autokonzern Honda übertrifft deutlich die selbst gesteckten Ziele - doch niemand wundert sich, denn das Unternehmen ist für seine vorsichtigen Prognosen bekannt.

fmk TOKIO. Bei der Vorlage der Zahlen für das Geschäftsjahr 2005 (bis 31. März 2006) am Mittwoch in Tokio konnte Vizechef Satoshi Aoki eine Steigerung des Nettogewinns von 22,8 Prozent auf 597 Mrd. Yen verkünden - vor genau einem Jahr hatte er noch einen Rückgang prognostiziert. Für das neue Geschäftsjahr war Aoki dann gleich wieder skeptisch: Der Nettogewinn werde nach Ansicht des Unternehmens für die Zeit bis März 2007 um 7,9 Prozent sinken.

Der Umsatz des Autobauers stieg um 14,5 Prozent auf den Rekord von 9908 Mrd. Yen. Für das laufende Jahr erwartet auch der skeptische Konzern, dass der Umsatz auf 10600 Mrd. Yen steigt - das wäre ein Plus von sieben Prozent. Für einen Teil der insgesamt starken Zahlen mussten die Honda-Mitarbeiter allerdings keinen Finger rühren. 138 Mrd. Yen des operativen Gewinns von 868,9 Mrd. Yen (plus 37,7 Prozent) gehen darauf zurück, dass das Unternehmen Pensionsverpflichtungen an die japanische Regierung abgeben konnte. Und wie alle japanischen Autohersteller profitierte auch Honda davon, dass die US-Gewinne mehr wert waren als erwartet - der Yen hatte im Jahresverlauf kräftig nachgegeben.

Die Absatzzahlen zeigen aber, dass Honda auch im Geschäft mit den Autos gut dasteht. Der Konzern verkaufte 3,39 Mill. Autos, das sind 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Während das Geschäft in Japan zurückging, stieg der Absatz in den USA umso stärker. Honda konnte den operativen Gewinn in Nordamerika um gut zehn Prozent hochfahren und erwartet wie Toyota und Nissan auf dem amerikanischen Markt weiteres Wachstum, während US-Firmen wie Ford oder General Motors über Überkapazitäten und den Zwang zu Rabattkriegen klagen. Auf dem europäischen Markt ging der operative Gewinn um ein Drittel zurück - obwohl das Management verstärkt in den Vertrieb und die Modellpolitik investierte.

Das stärkste Wachsum erwartet Honda in China. Dort will der Konzern auch neue Fabriken bauen. Der Autobauer stellt im Reich der Mitte aber nicht mehr nur für den Binnenmarkt her: 17000 Exemplare des Kleinwagens Jazz importierte er aus China nach Europa.

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