Durchwachsene Zwischenbilanz
Hochtiefs Auftragsbücher sind gut gefüllt

Dank eines guten Auslandsgeschäfts hat der größte deutsche Baukonzern Hochtief im ersten Quartal ein dickes Auftragsplus verbucht. Der Gewinn stieg jedoch nur marginal.

HB DÜSSELDORF. Der Auftragseingang schnellte in den ersten drei Monaten um 18,8 Prozent auf 3,34 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr in die Höhe, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Vor Steuern verbuchte Hochtief einen Gewinn von 48,9 Mill. Euro nach um Einmaleffekte bereinigten 41,6 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Konzernüberschuss legte leicht von 7,4 auf von 7,8 Mill. Euro zu.

Unbereinigt lagen beide Werte deutlich unter dem Vorjahr, da Hochtief damals einen einmaligen Gewinn in die Bücher genommen hatte. Der Einstieg von Investoren in das Flughafen-Geschäft hatte 2005 einen Sonderertrag von 52 Mill. Euro gebracht.

Der Vorsteuergewinn des ersten Quartals lag im Rahmen der Erwartungen von Branchenexperten, das Nettoergebnis aber darunter. Analysten hatten einen Gewinn vor Steuern von 49 Mill. Euro und einen Überschuss von 12 Mill. Euro erwartet.

Für das Gesamtjahr kalkuliert Hochtief weiterhin mit einem Vorsteuergewinn, der über dem bereinigten Vorjahreswert und damit über 277 Mill. Euro liegt. Der Konzerngewinn soll ebenso steigen, der Umsatz zwischen 13 und 14 Mrd. Euro liegen.

Wie der Mannheimer Konkurrent Bilfinger Berger macht sich Hochtief durch ein forciertes Wachstum im Ausland, Industriedienstleistungen, Gebäude-Management und vorfinanzierte Infrastrukturprojekte zunehmend unabhängig von der schwankenden und witterungsabhängigen Baunachfrage im Inland. Zudem sind die Renditen der baunahen Sparten höher als die Margen im traditionellen Baugeschäft.

In Nordamerika und Asien konnte der Konzern die Erträge im ersten Quartal steigern. Die australische Hochtief-Tochter Leighton teilte bereits in der Nacht zum Montag mit, sie hebe ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Leighton geht nun von einem Gewinnplus von rund 20 Prozent aus. Analysten hatten bisher rund 17 Prozent Gewinnwachstum vorhergesagt. Im europäischen Baugeschäft mit dem deutschen Markt musste der Konzern dagegen einen Ertragsrückgang vor Steuern von 5,4 auf 1,5 Mill. Euro verbuchen.

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