DVD-Geschäft auf dem Prüfstand
Pfeiffer Vacuum behält Gewinnziel bei

Der Pumpenhersteller Pfeiffer Vacuum gibt sich nach einem kräftigen Umsatzschub auf dem deutschen Markt zuversichtlich. Das DVD-Geschäft kommt allerdings auf den Prüfstand.

HB FRANKFURT. Im dritten Quartal steigerte das im hessischen Asslar ansässige Unternehmen Umsatz und Gewinn, der Auftragseingang blieb allerdings leicht hinter dem Vorjahreswert zurück. Die im Technologieindex TecDax notierte Pfeiffer-Aktie reagierte am Dienstag mit Abschlägen von 2,6 % auf 29,90 €.

Voraussichtlich noch in diesem Jahr will Pfeiffer Vacuum über die Zukunft des defizitären DVD-Bereichs entscheiden. „Wir hatten ja schon in der Vergangenheit gesagt, das DVD-Geschäft ist nicht unsere Stärke, das ist ein defizitäres Geschäft“, sagte Finanzchef Manfred Bender. Es seien Maßnahmen zur Reorganisation des Bereich eingeleitet, ergänzte er. Dafür habe der Konzern im dritten Quartal Rückstellungen gebildet. Auf Basis der Auftragseingänge im seit Oktober laufenden vierten Quartal bekräftigte Pfeiffer Vacuum für das Gesamtjahr das Ziel, den Umsatz im zweistelligen Prozentbereich zu steigern. 2003 hatte Pfeiffer Vacuum einen Umsatz von 144 Mill. € erzielt.

Eine Entscheidung über die Zukunft des Geschäfts mit Anlagen zur Herstellung von DVDs werde voraussichtlich in den kommenden zwei Monaten fallen, sagte Bender. Auf der Bilanzpressekonferenz Ende März hatte Vorstandschef Wolfgang Dondorf angekündigt, der Bereich müsse in diesem Jahr Gewinn erwirtschaften, sonst sei er nicht tragbar. Das auf Vakuumtechnik spezialisierte Unternehmen war 2000 ins DVD-Geschäft eingestiegen. Mit Blick auf einen möglichen Verkauf sagte Bender: „Das ist sicherlich eine Option.“ Analyst Eggert Kuls von der Bank M.M. Warburg urteilte: „Das wäre sicherlich ein positiver Faktor, wenn Pfeiffer Vacuum sich davon trennt.“

Im dritten Quartal steigerte Pfeiffer Vacuum den Konzernumsatz um zehn Prozent auf 39,2 Mill. €, wie die mehr als 100 Jahre alte Firma mitteilte. Der operative Gewinn (Ebit) legte zum gleichen Vorjahreszeitraum um 23 % auf 6,2 Mill. € zu. Der Auftragseingang sank indes um knapp drei Prozent auf 35,2 Mill. €. „Vielleicht hat den Markt ein wenig im dritten Quartal der rückläufige Auftragseingang gestört“, versuchte Analyst Kuls das Kursminus der Aktie zu erklären.

Das auf Vakuumpumpen sowie Mess- und Analysetechnik spezialisierte Unternehmen erwartet für 2004 eine operative Umsatzrendite von mindestens 16 %. Pfeiffer Vacuum werde sich weiter auf das Kerngeschäft konzentrieren, um die Ertragsstärke beizubehalten, sagte Konzernchef Dondorf. Er kündigte weitere Maßnahmen zur Senkung der Herstellungskosten an, nannte aber keine Details dazu.

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