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EADS ausgestochen: OHB erhält neuen Galileo-Auftrag

Vor zwei Jahren schon ergatterte der Bremer Raumfahrtkonzern den Auftrag für 14 der 30 geplanten Satelliten. Und die Geschichte wiederholt sich. Auch die neue Ausschreibung geht nicht an den Rivalen EADS.

Das 1:3-Modell eines Galileo-Satelliten mit ausgefahrenen Sonnenpanelen im Ausstellungsfoyer des Raumfahrtunternehmens OHB in Bremen an. Quelle: dpa
Das 1:3-Modell eines Galileo-Satelliten mit ausgefahrenen Sonnenpanelen im Ausstellungsfoyer des Raumfahrtunternehmens OHB in Bremen an. Quelle: dpa

BrüsselDer Bremer Raumfahrtkonzern OHB hat den Rivalen EADS erneut beim Bau von Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo ausgestochen. OHB bekomme von der Europäischen Union den Auftrag, acht weitere Satelliten zu produzieren, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch in Brüssel. Um das Projekt hatte sich auch die deutsche EADS -Tochter Astrium GmbH beworben. Die EU hatte den Bremern schon bei der ersten Ausschreibung vor zwei Jahren den Vorzug vor EADS gegeben und sie mit dem Bau von 14 der rund 30 geplanten Satelliten beauftragt.

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Galileo soll im All metergenaue Ortsbestimmungen für Verkehr oder Landwirtschaft ermöglichen und Europa unabhängig vom US-System GPS machen. Die Kosten für den Aufbau des mit öffentlichen Geldern finanzierten Projekts liegen bei rund fünf Milliarden Euro statt der ursprünglich geplanten 3,4 Milliarden. Die öffentliche Hand musste die Finanzierung übernehmen, nachdem ein Konsortium privater Firmen ausgestiegen war.

EU-Industriekommissar Antonio Tajani werde das Ergebnis der jüngsten Ausschreibung am Donnerstagmittag in London bekanntgeben, sagte einer der Insider. Die ersten Satelliten wurden im Herbst ins All geschossen, Galileo soll ab 2014 für Navigationsdienste nutzbar sein.

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