EADS-Chef
Bundesregierung verteidigt Sonderrecht für Franzosen

Die Bundesregierung sieht trotz eines Sonderrechts für den alleinigen EADS-Chef Louis Gallois das Machtgleichgewicht zwischen Deutschland und Frankreich im Unternehmen gewahrt.

dpa-afx BERLIN. "Ich sehe nach wie vor ein ausgewogenes, dem Gedanken der deutsch-französischen Balance Rechnung tragendes Ergebnis in Toulouse", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Donnerstag in Berlin.

Wilhelm bestätigte Aussagen von Gallois, er habe gemeinsam mit dem EADS-Verwaltungsratschef Rüdiger Grube ein Vorschlagsrecht für die künftig vier unabhängigen Mitglieder im Verwaltungsrat. Bislang hatten die Beteiligungsgesellschaften Dasa (Deutschland) und Sogeade (Frankreich) zwei unabhängige Mitglieder benannt.

Es gilt als ungewöhnlich, dass ein Vorstandschef, der für das operative Geschäft die Verantwortung trägt und vom Aufsichtsrat kontrolliert wird, offiziell Einfluss auf die Zusammensetzung des Gremiums nehmen kann.

Wilhelm sagte, der Grundgedanke, dass die Besetzung einvernehmlich zwischen beiden Seiten erfolge, sei erhalten worden. Die Berufung von vier statt zwei unabhängigen Mitgliedern in das elfköpfige EADS-Kontrollgremium war am Montag in Toulouse als Zeichen für die Entpolitisierung des Unternehmens gewertet worden.

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