EADS-Chef Gallois:
Airbuswerk in Augsburg soll verkauft werden

Das Augsburger Werk des angeschlagenen Flugzeugbauers Airbus soll verkauft werden.

HB PARIS. Das teilte der Chef des Mutterkonzerns EADS, Louis Gallois, am Donnerstag mit. „Wir haben beschlossen, Augsburg für die Liste der zum Verkauf stehenden Werke vorzuschlagen“, sagte Gallois auf einer Pressekonferenz. Die endgültige Entscheidung werde fallen, wenn man Angebote von Übernahmekandidaten erhalten habe.

In der Vergangenheit hatte bereits Gerüchte die Runde gemacht, das Werk mit rund 2.000 festen Mitarbeitern stehe im Zuge der Airbus-Sanierung zur Disposition. Beschlossen ist bereits die Ausgliederung der drei deutschen Werke in Nordenham, Laupheim und Varel.

Um die insgesamt sechs in Europa zum Verkauf stehenden Airbus-Werke bewerben sich fünf Kandidaten. Airbus-Chef Tom Enders verhandelt mit der britischen GKN, der französischen Latecoere, dem US-Konzern Spirit, sowie dem Heidenheimer Mischkonzern Voith und der Augsburger MT Aerospace, teilte Airbus mit.

Die Bundesregierung will auf jeden Fall die Werke in deutscher Hand behalten. Branchenkreisen zufolge hat Spirit für die deutschen Werke das höhere Angebot vorgelegt, der Heidenheimer Voith-Konzern darf aber nachbessern. Eine Entscheidung soll noch im Oktober fallen.

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