EADS-Chef optimistisch
Airbus hängt Boeing ab

EADS-Chef Louis Gallois sieht die Talsohle für Airbus erreicht. Ein Erstflug des A400M sei noch in diesem Jahr möglich, so Gallois in einem Interview. Bis August rechnet er mit 125 Netto-Bestellungen.

HB PARIS. Der europäische Flugzeug- und Rüstungskonzern EADS sieht nach einer längeren Durststrecke den Beginn einer Erholung des Marktes. "Ich habe das Gefühl, wir haben die Talsohle erreicht und das Geschäft zieht an", sagte Firmenchef Louis Gallois in einem am Dienstagabend veröffentlichten Interview der französischen Zeitung "La Tribune". Jedoch werde erst im nächsten Jahr absehbar sein, wie lange der Weg aus der Krise dauere.

Seit Jahresanfang hat die EADS-Tochter Airbus unter dem Strich deutlich mehr neue Bestellungen erhalten als der US-Konkurrent Boeing. Netto verzeichnete der europäische Konzern zwischen Januar und August 125 Orders. Beim Rivalen Boeing standen indes nach 91 Stornierungen netto nur noch 70 Neuaufträge in den Büchern. Auch bei den Auslieferungen übertraf Airbus in den ersten acht Monaten mit 320 Maschinen die US-Konkurrenz, die im gleichen Zeitraum 307 Flieger an Kunden übergab. Bei den Verkäufen liegt Boeing hingegen vorne: Hier kamen die Amerikaner bis zum 1. September auf 161 Flugzeuge, Airbus veräußerte 147 Maschinen.

Gallois sagte, Airbus spüre bislang noch keine Belebung bei den Flugzeugbestellungen, bei der Helikopter-Sparte sei die Situation sogar noch schlechter. Dennoch werde der Konzern in beiden Bereichen an seinen Auslieferzielen festhalten. Auch bezüglich des Militärtransporters A400M, der über drei Jahre verspätet ist, zeigte sich Gallois verhalten optimistisch. Es gebe "ernsthafte Chancen", dass der Erstflug noch in diesem Jahr stattfinden werde. Probleme beim A400M halten den Konzern seit längerem im Atem und stellen ein großes finanzielles Risiko für EADS dar.

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