EADS
Deutscher A400M kommt erst 2014

Die Hiobsbotschaften beim A400M reißen nicht ab. Jetzt bestätigte der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, dass Deutschland seinen ersten Militärtransporter erst 2014 erhalten wird.

HB FRANKFURT. Deutschland soll den ersten Airbus-Militärtransporter vom Typ A400 erst 2014 erhalten. EADS-Sprecher Alexander Reinhardt bestätigte am Sonntag auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland", betonte aber zugleich, dass es sich nicht um eine erneute Verzögerung handele. Der Erstflug des A400M sei für Ende 2009 oder Anfang 2010 geplant, drei Jahre später erhalte Frankreich das erste Flugzeug. Dann werde Großbritannien beliefert und anschließend - also 2014 - Deutschland.

Die Auslieferung aller 60 Maschinen für die Luftwaffe wird sich demnach bis nach 2020 hinziehen. Reinhardt bestätigte auch die Darstellung der "FTD", wonach es bei dem Flugzeug Probleme mit der Triebwerk-Sofortware gibt. "Auch am Gewicht wird gearbeitet", sagte er. Die Zeitung schrieb, das maximale Abfluggewicht sei von 130 Tonnen auf mehr als 140 Tonnen gestiegen. Der EADS-Sprecher unterstrich, der A400M werde wie geplant 37 metrische Tonnen transportieren können.

Der Chef des Airbus-Mutterkonzerns EADS, Louis Gallois, hatte in Interviews in den vergangenen Tagen unterstrichen, dass über das A400M-Programm derzeit mit den sieben Bestellerländern verhandelt werde. Die Verzögerungen haben EADS bislang schon 2,3 Mrd. Euro gekostet. Bis Ende Juni wollen die Kunden entscheiden, ob sie Aufträge stornieren. Deutschland und Frankreich haben sich bereits für eine weitere Frist von sechs Monaten ausgesprochen. "Wir hoffen, dass sie nun auch ihre Kollegen aus den übrigen fünf Ländern - Spanien, Großbritannien, Belgien, Luxemburg und Türkei - überzeugen, die Frist bis Ende des Jahres zu verlängern", sagte Gallois der "Welt".

Die "FTD" schrieb, trotz der Probleme wollten die sieben europäischen Ländern an dem Projekt festhalten. Allerdings lehnten sie die Forderung von Airbus nach höheren Preisen ab und wollten auch nicht zusätzliche Entwicklungskosten übernehmen, hieß es.

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