EADS-Fusion
BAE will an US-Unternehmen festhalten

Durch die geplante Fusion zwischen EADS und dem europäischen Rüstungskonzern BAE, entstünde ein neuer Megakonzern in der Luft,- Raumfahrt und Rüstungsindustrie. Der Zusammenschluss ist vor allem ein Angriff auf Boeing.
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WashingtonDer europäische Rüstungskonzern BAE Systems will sich nach eigenen Angaben im Falle einer Fusion mit EADS nicht aus seinen US-Unternehmen zurückziehen. "Wir haben keine Pläne, im Zusammenhang mit der Transaktion irgendeines unserer US-Unternehmen aufzugeben", sagte ein BAE-Sprecher am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Einige europäische Analysten hatten befürchtet, dass die geplante Fusion in den USA auf Sicherheitsbedenken stoßen könnte. Darüber habe es aber bereits Konsultationen mit den US-Behörden gegeben, hieß es in Kreisen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Der größte Konkurrent von EADS ist der US-Flugzeugbauer Boeing.

Allerdings müssen EADS und BAE noch um die erbetene politische Zustimmung zu ihren Fusionsplänen bangen. Die Bundesregierung sprach am Freitag von einem "sehr, sehr komplexen" Projekt mit weitgehenden Folgen für die Sicherheits- und Industriepolitik. Zwar gebe es "konstruktive Gespräche" mit der Airbus-Mutter EADS. In deutschen Regierungskreisen hieß es aber: "Es gibt Vorbehalte".

Die beiden Unternehmen hatten am Mittwoch überraschend mitgeteilt, dass sie sich zu einem neuen Megakonzern in der Luft-, Raumfahrt- und Rüstungsindustrie mit einem Umsatz von rund 72 Milliarden Euro zusammenschließen wollen. 60 Prozent in dem neuen Unternehmen, das Boeing als Weltmarktführer ablösen würde, sollten die EADS-Aktionäre halten, 40 Prozent entfielen auf BAE. Dieses Kräfteverhältnis wird von vielen Experten als Benachteiligung der EADS-Seite gesehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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