Industrie

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EADS und BAE: Megafusion wackelt, aber fällt (noch) nicht

Die Gespräche zur Megafusion von EADS mit BAE Systems werden zwar offenbar trotz eines andauernden politischen Streits fortgesetzt. Nun sträubt sich jedoch auch noch der größte BAE-Aktionär gegen den Deal.

Das Logo von EADS: Im Falle einer Fusion mit BAE Systems entstünde ein Branchenprimus mit einem Umsatz von rund 72 Milliarden Euro. Quelle: dpa
Das Logo von EADS: Im Falle einer Fusion mit BAE Systems entstünde ein Branchenprimus mit einem Umsatz von rund 72 Milliarden Euro. Quelle: dpa

Berlin/BirminghamDer größte Aktionär des britischen Rüstungsunternehmens BAE Systems hat "deutliche Vorbehalte" gegenüber der geplanten Fusion mit dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS geäußert. Das Investmentunternehmen Invesco Perpetual, das 13,3 Prozent an BAE hält, kritisierte am Montag in einer Stellungnahme die staatlichen Beteiligungen an dem neuen Konzern. Es sei "sehr besorgt" darüber, denn dadurch würden die Zukunft des fusionierten Unternehmens und dessen Chancen vor allem auf dem US-Markt "schwer" beschädigt.

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Noch zum Wochenschluss hatte sich ein EADS-Sprecher darum bemüht, die Verhandlungen im positiven Licht darzustellen. "Wir setzen unsere konstruktiven Gespräche mit den Regierungen fort", hieß es von EADS. "Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass wir ein hervorragendes Angebot für Europa gemacht haben." Offen ist allerdings weiterhin die zentrale Frage, wie hoch die Beteiligung einzelner Staaten an einem fusionierten Konzern ausfällt. Der britische Finanzminister George Osborne forderte am Sonntag zudem, die beiden Konzerne müssten garantieren, dass Arbeitsplätze und Investitionen in Großbritannien erhalten blieben. Außerdem müsse die nationale Sicherheit gewährleistet sein. Von diesen Prioritäten werde die britische Regierung ihre Entscheidung abhängig machen.

Streitpunkte Die wichtigsten Fragen zur Fusion von EADS und BAE

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Am Freitag waren neue Spekulationen aufgekommen, dass das Vorhaben vor dem Scheitern steht. Auslöser war ein entsprechender Bericht von "Spiegel Online", den der britische Rüstungskonzern BAE umgehend zurückwies: Das Geschäft mit EADS sei nicht vom Tisch. Auch im Umkreis der Airbus-Mutter hieß es auf die Frage, ob das Projekt gescheitert sei: "Definitiv nicht." Aus unternehmensnahen Kreisen verlautete, dass es Kräfte in der Regierung gebe, die die Transaktion verhindern wollten.

BAE Systems arbeitet nach eigener Auskunft weiter daran, die von den britischen Behörden gesetzte Frist bis zum kommenden Mittwoch einzuhalten. Bis dann müssen die Unternehmen nach britischem Recht darlegen, ob sie ihre Pläne weiter verfolgen. Dazu brauchen sie aber die Zustimmung der Regierungen in Paris, London und Berlin.

Thomas Enders Vom Fallschirmjäger zum EADS-Chef

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Branchenkreisen zufolge haben diese am Freitag ihre Gespräche ergebnislos abgebrochen. Dies bedeute aber nicht, dass das Ende der Fahnenstange schon erreicht sei. Möglicherweise gehe es aber auf der Ebene, auf der diese Gespräche liefen, nicht mehr weiter. Von deutscher Seite wurden die Verhandlungen mit den anderen Regierungen von Bundeskanzlerin Angela Merkels Wirtschaftsberater Lars-Hendrik Röller geführt.

  • 08.10.2012, 10:14 UhrHans

    @Els
    Frankreich hat seine Zustimmung zu Fusion schon gegeben, bloß die Zustimmung aus Deutschland fehlt noch. Der Verlierer der Fusion ist entweder Deutschland oder GB. Frankreich kann mit der Fusion nur gewinnen. Jetzt wollen FR und GB DE in die Verliererolle treiben.

  • 08.10.2012, 10:12 UhrEls

    Fakten ? Welche ?
    Mit diesem Link, schneiden Sie sich ja eigentlich selbst in den Finger...
    Die Fusion von Sarkozy organisiert ?
    Wohl befürwortet, das reicht eigentlich.
    Ich glaube aber kaum, dass Deutschland sich gegen eine Transaktion hinstellen würde, die einem deutschen großen Unternehmen profitieren würde...
    Aventis, trotz seiner Größe, wog an der Börse kaum mehr als Sanofi.
    "AREVA, Siemens-Alstom, Eurotunnel, ICE Seoul, Rafale"
    Ja und ?

  • 08.10.2012, 08:56 UhrDEUFRA2011

    Entschuldigung, aber Sie sind so was von naiv. Es gab da eine Firma des Konzerns ca 100 km vom Standort Frankfurt entfernt, die war über Jahrzehnte fast für das gesamte Ergebnis zuständig. Die wurde erst einmal in ein JV mit Rhône Poulenc eingebracht zu eigenartigen Konditionen. Dann wurde der Rest zum Abschuss freigegeben. Fragen Sie doch mal welche Bank bei dem Deal Pate gestanden und viel Geld verdient hat. Immer der Spur des Geldes folgen!

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