EADS und Boeing
Engpass bei Langstrecken-Fliegern befürchtet

Die Luftfahrtbranche soll in den kommenden Jahren um weltweit etwa fünf Prozent wachsen. Dies könnte die Airlines vor ungearnte Probleme stellen, wie Experten befürchten.
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FrankfurtDer boomenden Luftfahrt-Branche droht ein Rückschlag. Nach Ansicht von Experten wird es schon bald einen Engpass bei neuen Langstrecken-Flugzeugen geben. „Ein jährliches Wachstum von fünf Prozent für die ganze Branche ist schon enorm. Aber in Asien ist das Wachstum noch höher, liegt bei sieben bis acht Prozent“, sagte Mark Lapidus, Manager des Flugzeugfinanzierers Doric Asset Finance, dem Handelsblatt (Dienstags-Ausgabe).  

Ein solches Wachstum könnten Boeing und Airbus, weltweit die beiden einzigen Hersteller von Langstreckenflugzeugen,   gar nicht bewältigen. Doch  Alternativen gibt es für die Airlines nicht. Die Entwicklung eines neuen Flugzeugs ist riskant und teuer.

Deshalb ist es für neue Anbieter so schwer, in diesen Markt zu drängen. Airbus hat alleine in das Mega-Flugzeug zehn Milliarden Euro investiert, hinzu kommen bislang Verluste von mindestens fünf Milliarden Euro.  „In den nächsten 15 Jahren werden wir sicherlich keine Langstreckenflugzeuge von wirklich neuen Anbietern sehen“, sagte Lapidus der Zeitung.

Dabei platzen die Orderbücher der beiden Hersteller Airbus und Boeing schon heute aus allen Nähten. Alleine die Golf-Airline Emirates hat 90 Flugzeuge des Typs A 380  bestellt. Zusätzliche Nachfrage wird aus Asien kommen, wo immer mehr Fluggesellschaft eigene Billig-Töchter für die Langstrecke gründen wollen. In der letzten Woche hatte Singapore Airlines entsprechende Pläne bekannte gegeben. „Ich bin sicher, dass wir auf der Pariser Airshow im nächsten Monat viele Bestellungen sehen werden“, sagte Lapidus dem Handelsblatt.

 

 

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt

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