EADS und Finmeccanica bauen Rakete gemeinsam
Partnerschaft für den Ariane-Nachfolger

Das Nachfolgemodell der heutigen Ariane-Rakete soll von einem neuen Gemeinschaftsunternehmen aus dem Luftfahrtkonzern EADS und dem italienischen Finmeccanica-Konzern entwickelt und gebaut werden. Ein Sprecher von EADS Space Transportation in Bremen bestätigte dies.

HB BERLIN. In einem Vorvertrag habe die Sparte EADS Space Transportation mit Finmeccanica ein Gemeinschaftsunternehmen vereinbart, an dem EADS 70 % und die Italiener 30 % halten sollen, berichtete die „Financial Times Deutschland“. Das Unternehmen solle als industrieller Generalunternehmer für die nächste Raketengeneration tätig werden, sagte der Leiter Wiederverwendbare Systeme der EADS Space Transportation, Axel Roenneke, dem Blatt. Die Entwicklungskosten für die neue Trägerrakete sind den Angaben zufolge auf zwei bis 20 Mrd. € veranschlagt. Starten werde das Nachfolgemodell jedoch nicht vor 2020.

EADS und das europäische Raumfahrtunternehmen Arianespace hatten im Mai einen Vertrag über die Lieferung von 30 Ariane-Raketen unterzeichnet und ist damit Hauptauftragnehmer der Trägerrakete. Die Ablösung der derzeit im Bau befindlichen Ariane fünf wird den Zeitungsangaben zufolge 2020 erwartet. Italien sei bislang mit 15 % am Bau der Ariane beteiligt, hieß es in dem Zeitungsbericht.

Unter Berufung auf Branchenkreise berichtete das Blatt weiter, die europäische Weltraumagentur ESA habe die Industrie gedrängt, ein Gemeinschaftsunternehmen für den Bau des Ariane-Nachfolgers zu gründen und damit den europäischen Konzentrationsprozess in der Raumfahrt voranzutreiben.

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