Edelmetall- und Technologiekonzern
Heraeus trotz Gewinnsprung zurückhaltend

Im vergangenen Jahr hat Heraeus dank der boomenden Stahlindustrie einen Gewinnsprung verzeichnet. Für 2005 ist der Ausblick jedoch verhalten: Der Edelmetall- und Technologiekonzern erwartet ein geringeres Wachstum und ein Ergebnis nur auf Vorjahresniveau.

HB FRANKFURT. Im vergangenen Jahr sei der Jahresüberschuss um 44 % auf 104,8 Mill. € gestiegen, teilte das in Hanau ansässige Traditionsunternehmen bei seiner Bilanzpressekonferenz am Dienstag in Frankfurt mit. Der Umsatz sei um 12,5 % auf 8,34 Mrd. € geklettert. „Wir profitieren vom Boom in der Stahlindustrie, weil unsere Sensoren dort unerlässlich sind“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Helmut Eschwey. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) verdiente Heraeus 176,9 (Vorjahr 132,0) Mill. €. Neben dem Produktgeschäft mit Sensoren für die Stahlindustrie, Dentallegierungen für die Zahnmedizin oder Quarzglas für die Halbleiterindustrie ist der Handel mit Edelmetallen ein Standbein des Unternehmens.

„Wir werden in diesem Jahr möglicherweise nicht zweistellig wachsen“, sagte Eschwey. Im ersten Quartal habe etwa das Dentalgeschäft 20 % unter dem Vorjahr gelegen. Als Grund gab Eschwey unter anderem eine Verunsicherung des Marktes durch die Gesundheitsreform an. In diesem Jahr erwartet Heraeus aber auch bei wichtigen Abnehmern wie der Halbleiter-, Elektronik- und Automobilindustrie eine Abschwächung des Marktes. Zudem werde der Umsatz im Edelmetallhandel wegen des sinkenden Leihezinses, den Kunden für Metalle zahlen, unter dem Vorjahr liegen. Der Ausblick ist daher verhalten: „Beim Konzernergebnis streben wir das Vorjahresergebnis an“, sagte Eschwey.

Als Wachstumsmarkt hat sich für das weltweit agierende Familienunternehmen Asien erwiesen. Während in Deutschland der Umsatzanteil seit dem Jahr 2000 bei 24 % stagniert, wuchs der Anteil der Erlöse aus Asien auf 31 von 23 %.

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