Edscha gehört mehrheitlich zur US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle
Hohe Rohstoffpreise vermiesen Edscha die Bilanz

Wegen hoher Rohstoffpreise und einem zyklisch bedingten Rückgang im Geschäft mit Cabriodachsystemen wird der Automobilzulieferer Edscha sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr offenbar verfehlen.

HB DÜSSELDORF. Der scheidende Vorstandschef Horst Kuschetzki sagte am Donnerstag in Düsseldorf, das ehrgeizige Ziel eines Gewinnanstieges vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 130 Millionen Euro werde insbesondere wegen der hohen Stahlpreise voraussichtlich nicht ganz erreicht. Darüber hinaus werde der Umsatz auf Grund einer Schwäche im Bereich Cabriodächer auf Vorjahresniveau stagnieren. Erst in zwei Jahren erwarte er wieder einen Zuwachs im Cabrio-Geschäft, das im vergangenen Jahr boomte. Dies entspreche der typischen Zyklik, sagte Kuschetzki. Kuschetzki wird am 1. November sein Amt an Manfred Puhlmann abgeben und in den Aufsichtsrat wechseln.

Im am 30. Juni beendeten Geschäftsjahr übertraf die Remscheider Firma mit ihren 6 900 Mitarbeitern dank des Cabriobooms mit 985,5 (Vorjahr: 947,8) Millionen Euro das im Mai auf Vorjahreshöhe reduzierte Umsatzziel. Doch hohe Stahlpreise, Restrukturierungskosten, der Dollarverfall und Verluste in der Fahrzeugentwicklung hätten den Konzerngewinn geschmälert, sagte Kuschetzki. Dank einer niedrigeren Steuerquote stieg zwar nach Steuern der Gewinn auf 12,1 (9,6) Millionen Euro, doch vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank das Ergebnis auf 58,4 (60,0) Millionen Euro. Nach der Gewinnabführung verbuchte Edscha einen Verlust von knapp 7 Millionen Euro.

Edscha arbeitet in den Bereichen Scharnier-, Cabriodach- und Betätigungssysteme sowie LKW-Schiebeverdecke und Fahrzeugentwicklung. Das Unternehmen gehört seit 2002 mehrheitlich der US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle, die Vorstände halten 23 Prozent.

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