Ehemalige GM-Tochter
Fiat bietet sich wieder als Opel-Retter an

Fiat-Chef Sergio Marchionne geht wieder in die Offensive. Er habe gehört, die Gespräche zwischen der ehemaligen Opel-Mutter GM und dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna würden "nicht sehr gut laufen", sagte Fiat-Chef am Freitagabend. "Wir haben unser Interesse bestätigt."

HB DÜSSELDORF. Im Rennen um die Übernahme von Opel wollte der Fiat-Chef aber keine attraktivere Offerte in Aussicht stellen. "Ich glaube nicht, dass wir das Fiat-Angebot verbessern können." Aus unternehmerischer Sicht sei das vorgelegte Angebot das vernünftigste.

Der italienische Autobauer hatte im Bieterstreit um Opel zunächst den Kürzeren gezogen. Die Bundesregierung hatte sich mit dem Konsortium um Magna, dem auch die russische Sberbank angehört, auf eine Grundsatzvereinbarung zum Verkauf von Opel geeinigt. Sprecher von GM Europe und Magna wollten sich zum Stand der Verhandlungen nicht äußern.

Nach Angaben von Opel-Aufsichtsratmitglied Rainer Einenkel hält der Zulieferer jedoch weiter am Zeitplan für die Opel-Übernahme fest. "Bis 15. Juli soll es einen Vorvertrag zwischen Magna und GM geben. Dann wird auf dieser Grundlage weiterverhandelt und bis Mitte September soll es einen Abschluss geben", sagte Einenkel am Freitag.

Nach Einschätzung der Sberbank, die sich mit 35 Prozent an Opel beteiligen will, ist dieser Zeitplan ambitioniert. Ein Abschluss im September sei das optimistischste Szenario, sagte Firmenchef German Gref. Auch Sberbank-Vorstandsmitglied Denis Bugrow betonte, dass das Geschäft noch längst nicht in trockenen Tüchern sei. "Alles könnte passieren", sagte Bugrow auf die Frage nach einem möglichen Scheitern der Gespräche.

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