Ehemalige Linde-Sparte
Gabelstaplerhersteller Kion verschiebt Börsengang

Wegen Finanzkrise und Konjunkturabkühlung schiebt Europas größter Gabelstaplerhersteller Kion seinen Börsengang weiter hinaus.

HB FRANKFURT. "Aus heutiger Sicht sehe ich 2009 nicht als IPO-Jahr. Wir planen nicht damit", sagte Kion-Chef Gordon Riske am Donnerstag in Wiesbaden. Im Frühjahr hatte das Management den Schritt für das kommende Jahr noch für möglich gehalten.

Kion ist 2006 aus der Gabelstaplersparte von Linde hervorgegangen und gehört seither den Finanzinvestoren KKR und Goldman Sachs Capital Partners. Diese wollten das Unternehmen mittelfristig an die Börse bringen. Mit einem Sparprogramm sollte Kion dafür fitgemacht werden. Im ersten Halbjahr kletterte der bereinigte Betriebsgewinn um 20 Prozent auf 189,5 Mill. Euro. Der Konzerngewinn betrug rund 29 Mill. Euro, nachdem Sonderaufwendungen im Vorjahrszeitraum noch zu einem Verlust von 134 Mill. Euro geführt hatten. Kion setzte 2,265 Mrd. Euro um, ein Plus von neun Prozent. Wachstumstreiber war dabei das Geschäft in Asien und Osteuropa.

Riske bezeichnete Kion als finanziell gut aufgestellt, nur für größere Zukäufe sei frisches Kapital nötig. "Unser Go-IPO-Programm hat auch im ersten Halbjahr 2008 wesentlich dazu beigetragen, unsere anspruchsvollen Finanzziele zu erreichen", ergänzte Finanzvorstand Harald Pinger. Für das laufende Jahr rechnte das Unternehmen unverändert mit einer soliden Erhöhung der Erlöse und strebt eine deutlich Steigerung des bereinigten Betriebsgewinns an.

Vorstandschef Riske rechnet für die zweite Jahreshälfte 2008 und für 2009 allerdings mit einer deutlichen Abschwächung des weltweiten Marktwachstums, auch wenn sich die Wachstumsmärkte Asiens und Osteuropas weiter solide entwickelten. Kion werde daher sein Schlankheitskur auch über dieses Jahr hinaus fortsetzen.

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