Ehrgeizige Ziele bis 2010
OMV plant weitere Expansion

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV will weiter expandieren und hat sich neue ehrgeizige Wachstumsziele bis zum Jahr 2010 gesetzt.

HB WIEN. Bis 2010 will die Öl- und Gasgruppe die Produktion um gut die Hälfte auf 500 000 Barrel Öläquivalent pro Tag (boe/d) erhöhen. Die Raffineriekapazität soll bis dahin auf eine Million Barrel pro Tag und auch das Volumen im Gasgeschäft auf 20 Mrd. Kubikmeter verdoppelt werden.

„Wir wollen weiter wachsen“, lautet die Kernbotschaft von OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer. Und wie in der Vergangenheit zielt die OMV auf den Gürtel der neuen Mitgliedsländer im Osten der Europäischen Union (EU). Eine Region, die vom nördlichen Baltikum bis in die südliche Türkei reicht und im Gegensatz zu Westeuropa hohes Wachstum verspreche. „Dieser Markt mit mehr als 200 Mill. Konsumenten hat ein erhebliches Wachstumspotenzial. Diese Chance wollen wir nützen“, sagte Ruttenstorfer.

„Wir wollen 'der' integrierte Ölkonzern in der Liga unmittelbar unter den Majors sein“, sagte Ruttenstorfer. Von 2006 bis 2010 will OMV jährlich 1,7 Mrd. € vor allem in den Bereichen Exploration & Produktion (E&P) sowie Raffinerie & Marketing (R&M) ausgeben. Derzeit investiert OMV 1,3 Mrd. € jährlich.

„Große Akquisitionen sind darin nicht enthalten“, sagte Ruttenstorfer vor Journalisten. Aber selbst diese könnten finanziert werden, weil OMV einen hohen Cash Flow habe und die Nettoverschuldung derzeit nahe Null liege. Zum Halbjahr 2005 hatte OMV einen Nettoverschuldungsgrad von drei Prozent.

„Weitere Kapitalerhöhungen sind nicht geplant“, fügte er hinzu. Im Donauraum hat die OMV in den vergangenen Jahren an Gewicht gewonnen. Mit der Ende 2004 um 1,5 Mrd. € gekauften rumänischen Petrom hat sie die ursprünglich bis 2008 gesetzten Ziele bereits erreicht bzw. überschritten. Mit Petrom fördert OMV heute täglich 340 000 Barrel pro Tag. 2001 waren es knapp 80 000 Barrel gewesen. Rumäniens Marktführer brachte auch erhebliche Ölreserven, Raffineriekapazität und ein großes Tankstellennetz ein.

Der OMV-Marktanteil in der Region bei R&M erreicht derzeit 18 %. Die Zielgröße von 20 % im Donauraum bleibe unverändert. Die OMV betreibt in ihrem Kernmarkt in 13 Ländern knapp 2500 Tankstellen, die jüngst von BP erworbenen tschechischen Aral-Tankstellen nicht mitgezählt.

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