Industrie

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Eigene Anlagen: VW will unabhängig von Stromversorgern werden

Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen koppelt sich immer weiter von den Stromversorgern ab. Mehr als die Hälfte der benötigten Energie produziert der Konzern bereits selbst. Weitere Investitionen in Anlagen sind geplant.

VW investiert schon jetzt kräftig in erneuerbare Energien. Quelle: dpa
VW investiert schon jetzt kräftig in erneuerbare Energien. Quelle: dpa

HamburgDer Autohersteller Volkswagen produziert bereits deutlich mehr als die Hälfte seines Stroms selbst und will sich noch weiter von den Energieversorgern abkoppeln. „Wir versorgen unsere deutschen Werke heute zu rund 60 Prozent mit eigenerzeugtem Strom. Diesen Anteil werden wir ausbauen, auch weil wir uns damit unabhängiger von Angeboten und Preisen am Markt machen“, sagte der Umwelt- und Energiebeauftragte des Konzerns, Wolfram Thomas, dem Hamburger Energie-Fachdienst EID. „Schon nächstes Jahr werden wir unsere deutschen Werke zu drei Vierteln mit Strom aus hocheffizienten KWK-Anlagen und erneuerbaren Energien versorgen“, fügte er hinzu.

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Der größte Autokonzern Europas investiert den Angaben zufolge bis zum Jahr 2018 über 640 Millionen Euro in Photovoltaik, Windparks, ein zweites Wasserkraftwerk in Brasilien und will sich an einem Pumpspeicherkraftwerk beteiligen. „Konkret planen wir fünf neue Gasmotoren-Blockheizkraftwerke mit jeweils rund zwölf Megawatt Leistung“, sagte Thomas. Außerdem wolle VW in der Kraft-Wärme-Kopplung künftig Gas statt Kohle einsetzen, „was unseren CO2-Footprint ebenfalls deutlich reduziert“. Der Konzern will bis zum Jahr 2018 der ökologisch führende Autohersteller der Welt werden.

 

  • 10.12.2012, 15:00 Uhrvandale

    Dass Industriekomplexe eigene Kesselanlagen haben um damit Prozesswärme,Dampf, Warmwasser und Strom produzieren ist technisch sinnvoll und eigentlich unpolitisch. Konzerne können diese Anlagen selber betreiben, oder sie einem Dienstleister übertragen.

    Diese Anlagen sind üblicherweise mit dem Netz synchronisiert und tragen eigentlich eher zur Netzstabilität bei.

    Die Tatsache, dass VW die Anlagen selber betreibt, gleichwohl der Konzern sein Kapital für den Ausbau der LKW Sparte und die Weiterentwicklung zahlreicher PKW Modelle benötigt, lässt auf politische Einflussnahme schliessen.

    Herr Piech hatte sich kürzlich kritisch zu "Erneuerbaren Energien" geäussert. Vermutlich hat sein staatlicher Anteilseigner ihm nahegelegt mehr für die "Erneuerbaren" zu tun und weniger Kohle zu nutzen.

    Vandale

  • 10.12.2012, 13:05 UhrKarin

    Lieber @Juergen

    Im Kapitalismus leben doch immer alle auf Kosten anderer.

    Als Deutscher steht es mir zu von Deutschen ausgebeutet zu werden :-)

  • 10.12.2012, 12:45 UhrJuergen

    Interessant wäre die Frage, ob VW seinen Leistungsbedarf selbst ausregelt, oder ob er wie die anderen PV-Eigenstromverbraucher das Netz die Regelung für Verbrauch und zusätzlich die Fluktuationen der "Erneuerbaren" übernehmen lässt. Das bedeutet nicht Selbstversorgung, sondern leben auf Kosten anderer.

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