Eigenkapital steigt nur geringfügig
Schaeffler-Bilanz sorgt für große Verwirrung

Die Bilanz des Schaeffler-Konzerns wirft Fragen auf: Denn das Eigenkapital des Unternehmens ist 2007 weniger stark gestiegen, als Beobachter erwartet hatten. Haben die Eigentümer einen Großteil des Gewinns privat entnommen?

MÜNCHEN. Vielen ist es derzeit suspekt, dass ausgerechnet die Milliardärin Maria-Elisabeth Schaeffler und ihr Sohn Georg um Staatshilfe bitten. Die Unternehmerfamilie entgegnete stets, das Vermögen stecke ja praktisch komplett im Unternehmen. Daher sei die Schaeffler-Gruppe auf Hilfe von außen angewiesen. In Industriekreisen gibt es jetzt aber mit Blick auf die Bilanz des Jahres 2007 Zweifel, ob die Gewinne bei Schaeffler tatsächlich stets zum allergrößten Teil reinvestiert wurden. Die Schaefflers wiesen die Spekulationen gegenüber dem Handelsblatt gestern entschieden zurück.

Wieviel die Schaeffler-Gruppe in den vergangenen Jahren verdient hat, lässt sich für Außenstehende nur schätzen. Im elektronischen Bundesanzeiger gewährte die Gruppe aber vor kurzem zumindest einen gewissen Einblick in die Geschäfte des Jahres 2007. Der Umsatz legte demnach 8,5 Prozent auf gut neun Mrd. Euro zu.

Zum Netto-Gewinn werden keine Angaben gemacht. "Realistisch dürften 500 Millionen bis eine Milliarde Euro sein", heißt es in Industriekreisen. Daher verwundere es, dass das Eigenkapital 2007 um nicht einmal 100 Mio. Euro gestiegen sei. Im Vorjahr war es noch um mehr als 500 Mio. Euro gewachsen. Daher sei es möglich, so der Verdacht, dass die Schaefflers einen dreistelligen Millionenbetrag abgezogen hätten.

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