Ein wenig Hoffnung bleibt besetehen
Schlechte Chancen für Transrapid in Peking

Dass die deutsche Magnetschwebebahn Transrapid inPeking zum Einsatz kommt, ist unwahrscheinlich. Doch ist noch keine Entscheidung gefallen. „Die Tür ist nicht geschlossen“, berichteten informierte Kreise am Dienstag in Peking. Nächste Woche kommen Experten des Eisenbahn- und Forschungsministeriums, des Staatsrates sowie der Betreiber des Transrapids in Schanghai zu einer Sitzung zusammen, um noch genauer über die Technologien zu beraten.

HB/dpa PEKING. Auch sollen die Erfahrungen mit dem selbst entwickelten Hochgeschwindigkeitszug „China Star“ einfließen, wie es aus dem Forschungsministerium in Peking hieß.. Während das Eisenbahnministerium die Rad-Schiene-Technologie auf der 1300 Kilometer langen Strecke bevorzugt, besitzt der Transrapid im Forschungsministerium viele Befürworter. Chinesische Experten meinten, die aufgetretenen Probleme mit der Verkabelung an der Transrapidstrecke zum Flughafen in Schanghai seien zwar nicht schwerwiegend, hätten aber Zweifel verstärkt.

Der Transrapid sei kommerziell und funktionell nicht ausgereift, argumentierte Shen Zhijie, der frühere Direktor des Hochgeschwindigkeitsbüros im Eisenbahnministerium, in der Zeitung „Nanfang Zhoumo“. Die Magnetbahn könne Sicherheit und Stabilität noch nicht garantieren. Auch sei die Magnetbahn zu teuer. Konventionelle Technik koste nur ein Drittel. Vorteile des Transrapids seien gleichwohl hohe Geschwindigkeit und geringe Wartung.

Professor Sa Shuli räumte in dem Blatt ein, dass auch politische Erwägungen eine Rolle spielen werden. So spreche die antijapanischen Stimmung in China gegen eine Vergabe des Auftrags an Japan. Nach Äußerungen des Vizebürgermeisters von Nanjing in der Pekinger Zeitung „Beijing Qingnianbao“ soll die Zentralregierung bereits den Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Nanjing und Schanghai von Jahresbeginn an gebilligt haben, die ein Teilstück der Langstrecke zwischen Schanghai und Peking wird.

Jiang Hongkun äußerte sich nicht zur Technologie, doch meinte die Zeitung, „aus der gegenwärtigen Perspektive wird auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Rad und Schiene-Technologie genutzt“. Der Bau einer Eisenbahndrehscheibe für diese Strecke in Nanjing habe bereits begonnen. Das Transrapid-Konsortium macht sich auch Hoffnungen auf den Bau anderer kürzerer Strecken in China wie etwa von Schanghai nach Hangzhou. Auf mehrmalige Nachfrage bei Transrapid in Schanghai war allerdings keine Stellungnahme zu den Berichten der chinesischen Zeitungen zu bekommen.

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