Einbruch bei Alcopops
Deutschlandabsatz von Diageo sinkt

Der Einbruch bei Alcopops hat den Deutschlandabsatz des internationalen Getränkekonzerns Diageo, zu dessen Marken „Baileys“ und „Johnnie Walker“ gehören, im abgelaufenen Geschäftsjahr um 35,1 Prozent fallen lassen. Der Umsatz sank um 19,6 Prozent auf 234,1 Millionen Euro, wie die in Rüdesheim ansässige Diageo Deutschland GmbH am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

HB FRANKFURT. Mit Rationalisierungsmaßnahmen und neuer Ausrichtung peilt das Unternehmen nach Angaben von Geschäftsführer Ulrich Melzer für das neue Geschäftsjahr ein Wachstum von einem Prozent an. Diageo Deutschland hat sich von jedem zweiten seiner ehemals rund 170 Mitarbeiter getrennt und die Service-Abteilung nach Budapest verlagert. Angaben zum Ertrag machte Melzer nicht.

Der Geschäftsführer begründete die Entwicklung mit der allgemeinen Kaufzurückhaltung und der Mitte 2004 eingeführten Sondersteuer auf Alcopops. Während der Spirituosen-Umsatz leicht um 0,4 % auf 193,7 Mill. € wuchs, schrumpfte das Geschäft mit Alcopops um zwei Drittel auf 26,1 Mill. €. Melzer kritisierte die Sondersteuer als „Scheinlösung“, da die Konsumenten zu Bier- und Weinmischgetränken abwanderten.

Der Geschäftsführer kündigte Konzentration auf die Kernmarken und verstärkte Werbung an. Zudem setze man auf das überdurchschnittlich wachsende Segment der Malt Whiskys, in dem Diageo in Deutschland unter anderem mit „Talisker“ vertreten ist. Dem Konzern gehört nach eigenen Angaben jede dritte schottische Destille.

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