Eingehende Untersuchung angekündigt
EU nimmt Fusion von Lentjes und AEE unter die Lupe

Die Europäische Kommission hat eine eingehende Untersuchung der geplanten Übernahme des deutschen Umwelttechnik-Unternehmens Lentjes durch den österreichischen Wettbewerber Austrian Energy & Environment AG (AEE) eingeleitet.

HB BRÜSSEL. Wenn AEE die Lentjes GmbH wie geplant übernehme, könnte dies einer ersten Marktuntersuchung der Kommission zufolge Wettbewerbsprobleme schaffen. Die Tätigkeiten der beiden Unternehmen überschnitten sich unter anderem bei der technischen Ausführung und Lieferung für städtische Müllverbrennungsanlagen, teilte die Kommission am Freitag mit.

Die Entscheidung für ein eingehendes Prüfverfahren greife aber dem Ergebnis der Untersuchung nicht vor, betonte die Kommission. Sie hat nun bis zum 12. Dezember 2007 Zeit, um endgültig zu entscheiden, ob der Zusammenschluss den Wettbewerb behindert. „AEE und Lentjes sind in einem Wachstumssektor von zunehmender wirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung tätig“, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes dazu. „Da zu ihren Kunden zahlreiche öffentliche Einrichtungen zählen, muss die Kommission prüfen, ob der wirksame Wettbewerb erhalten bleibt, um so eine effiziente Verwendung der Steuergelder zu gewährleisten.“

AEE ist den Brüsseler Angaben zufolge eine diversifizierte Engineering-Gruppe, die hauptsächlich Verbrennungssysteme, Rostfeuerungskessel sowie Anlagen zur Reinigung und Entschwefelung von Rauchgas baut. Lentjes' Hauptgeschäft ist die Lieferung kompletter Anlagen zur Energieerzeugung aus Abfällen. AEE und Lentjes seien in einer Reihe vergleichbarer Geschäftszweige tätig. Beide böten städtische Müllverbrennungsanlagen an. Auf diesen Märkten stehen die beiden Firmen laut Kommission direkt miteinander im Wettbewerb und zählen darüber hinaus zu den führenden Unternehmen in Europa.

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