Einheitliche Fahrzeuge
Ford strebt nach dem „Weltauto“

Von der Heckleuchte bis zum hinteren Fenster: Der Autobauer Ford will sich weltweit ein einheitliches Gesicht geben. Mit dem Facelift will das Unternehmen nicht zuletzt der Autokrise in Europa trotzen.
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StuttgartDer Autobauer Ford will dem schwächelnden Europa-Geschäft mit einer Stärkung seiner Marke begegnen und weltweit einheitliche Autos anbieten. „Wir geben unseren Produkten global, also weltweit, eine Designsprache und auch eine Designumsetzung“, kündigte der Chef von Ford Deutschland, Bernhard Matthes an. „Das heißt, die Fahrzeuge, die wir in Asien verkaufen, haben die gleichen Designelemente wie die in Europa und Amerika.“ Unterschiedliche Optik in verschiedenen Regionen habe in der Vergangenheit zu Verwirrung beim Kunden geführt.

Der Konzern rechnet für sein Europa-Geschäft in diesem Jahr mit mehr als einer Milliarde US-Dollar (775 Millionen Euro) Verlust. Zuletzt hatte Ford ein Abfindungsprogramm für Mitarbeiter an allen europäischen Standorten aufgelegt und die Kurzarbeit in seinem Kölner Werk ausgeweitet.

Die Stärkung der Marke ist Matthes zufolge Teil eines Drei-Säulen-Programms, das sowohl Einsparungen als auch die Entwicklung neuer Produkte umfasst. Neben einem einheitlichen Design setzt Ford unter anderem auch auf neue Technologien.

„Bekannt ist die Marke“, sagte Matthes. Wenn es aber darum gehe, „sich dieser Marke hinsichtlich einer Kaufentscheidung zu nähern“, habe Ford schlechtere Werte als manch anderer Volumenhersteller.

Der Schritt hin zu einheitlichen Modellen soll das ändern: „All die Dinge, die markenprägend vom Design her sind, die werden wir weltweit umsetzen“, kündigte Matthes an. Die Spanne reiche von der Gestaltung der Heckleuchte bis zum hinteren Fenster.

„Gegen das Weltauto ist überhaupt nichts zu sagen, wenn alles stimmt“, sagte er. „Wenn die Qualität stimmt, die Technologie stimmt, Marke und Design sich wirklich entsprechen. Da sind wir auf einem sehr guten Weg.“

In den nächsten Jahren will Ford ihm zufolge auf dem europäischen Markt 15 Fahrzeuge im Angebot haben, „die auf globalen Plattformen“ basieren. So sollen künftig rund 80 Prozent der Teile quer durch die Modellreihen gleich sein.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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