Einigung im Tarifstreit
Weitere Warnstreiks bei Skoda abgewendet

Im Tarifstreit bei der tschechischen VW-Tochter Skoda haben die Warnstreiks vom Dienstag Wirkung gezeigt. Unternehmensführung und Gewerkschaft haben sich auf eine Lohnerhöhung von 12,7 Prozent verständigt. Auf die ambitionierte Forderung der Gewerkschaft ist damit nur teilweise erfüllt worden – und doch liegt die Einigung deutlich über Skodas letztem Angebot.

HB PRAG. Derzeit verdienen die insgesamt rund 27 000 Arbeitnehmer durchschnittlich 800 Euro. Mit der Einigung, über die die Prager Nachrichtenagentur CTK am Mittwoch berichtete, sind neue Warnstreiks vom Tisch.

Die Gewerkschaft war mit einer Forderung von 17 Prozent mehr Lohn in die Gespräche gegangen. Dem hatte die Belegschaft am Dienstag mit mehrstündigen Warnstreiks Nachdruck verliehen. Skoda ist mit 7,2 Mrd. Euro Umsatz eines der bedeutendsten Unternehmen Tschechiens.

Mit ihrer Lohnforderung verlangen die Beschäftigen einen Anteil am Erfolg von Skoda. Die VW-Tochter fährt seit längerem mit ihren günstigen Modellen Erfolge ein und gehört zu den wichtigen Ertragslieferanten in dem Wolfsburger Konzern. In den ersten drei Monaten steigerte das tschechische Unternehmen den Absatz um 15,5 Prozent auf knapp 150 000 Autos.

Das Skoda-Management hatte in der vergangenen Woche sein Angebot von zehn Prozent mehr Lohn zurückgezogen, nachdem die Gewerkschaften die Offerte als unzureichend abgelehnt und mit Arbeitsniederlegungen gedroht hatten.

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