"Einigung in letzter Minute": Keine Kündigungen bei EnBW

"Einigung in letzter Minute"
Keine Kündigungen bei EnBW

Der Regionalversorger Energie Baden-Württemberg (EnBW) hat sich mit der Gewerkschaft Verdi auf eine Arbeitszeitverkürzung von zwei Stunden pro Woche geeinigt.

HB KARLSRUHE. Dadurch wurde die befürchtete Kündigung von rund 1 000 Beschäftigten beim drittgrößten deutschen Energiekonzern EnBW abgewendet. Die Gewerkschaft Verdi einigte sich mit dem Vorstand auf den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Februar 2009. Im Gegenzug werden die rund 13 000 Beschäftigten im Kernbereich Energie in den nächsten Jahren wöchentlich zwei Stunden weniger arbeiten und auf entsprechenden Lohn verzichten, teilte Verdi am Freitag mit. Die von EnBW-Chef Utz Claassen vorgeschlagene Vier-Tage-Woche ist damit vom Tisch.

Verdi-Verhandlungsführer Alfred Wohlfart sprach am Freitag von einer „Einigung in letzter Minute“, mit der er zufrieden sei. Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) äußerte sich am Freitag zunächst nicht zu dem Verhandlungsergebnis. Im ersten Halbjahr 2003 war die EnBW tief in die Verlustzone gerutscht. Das Ergebnis vor Steuern lag bei minus 927 Mill. Euro.

Der Vorstand beschloss, in den nächsten Jahren 350 Mill. Euro im Personalbereich einzusparen. Im November einigten sich Betriebsräte und Vorstand darauf, in den kommenden drei Jahren im Kerngeschäft Energie bis zu 2 100 der derzeit 13 000 Arbeitsplätze sozial verträglich abzubauen. Geplant sind Regelungen zum Vorruhestand, zur Altersteilzeit und zur Abfindung für freiwillig ausscheidende Mitarbeiter. Insgesamt hat der Karlsruher Konzern rund 38 000 Mitarbeiter.

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