Einigung mit Betriebsrat
Pfaff streicht weitere Stellen

Beim traditionsreichen Nähmaschinenhersteller Pfaff verliert am Stammsitz Kaiserslautern etwa jeder fünfte der 500 Mitarbeiter seinen Job. Geschäftsführung und Betriebsrat haben sich nach wochenlangen Verhandlungen auf eine entsprechende Rahmenvereinbarung zum Personalabbau geeinigt.

HB KAISERSLAUTERN. „Das ist alles andere als ein Grund zur Freude, aber eine akzeptable Lösung angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, kommentierte der IG-Metall-Bevollmächtigte Norbert Kepp am Dienstag das Ergebnis. Die Vereinbarung lässt insgesamt bis zu 129 betriebsbedingte Kündigungen in diesem und im nächsten Jahr zu.

Vorausgegangen war den Verhandlungen die Vorgabe des Pfaff- Aufsichtsrates, im kommenden Jahr in Kaiserslautern 12,2 Mill. Euro einzusparen. 9,6 Mill. Euro davon mussten letztlich über die Personalkosten gespart werden. Kepp rechnet damit, dass rund 100 Arbeitsplätze verloren gehen werden. Die Betroffenen sollen in eine Beschäftigungsgesellschaft wechseln können. Die verbleibenden Pfaff- Mitarbeiter bekommen eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2010, verzichten im Gegenzug aber auch in den kommenden beiden Jahren auf Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Das 1862 gegründete Unternehmen, Spezialist für Industrienäh- und Schweißmaschinen, schreibt operativ seit Jahren rote Zahlen. Hintergrund für die verschärften Sparvorgaben ist der Plan des Pfaff- Eigners GCI, der Ende 2005 die Unternehmensanteile übernommen hatte, Pfaff zurück an die Börse zu bringen. Zu den besten Zeiten hatten bis zu 7000 Menschen in Kaiserslautern für Pfaff gearbeitet. 2005 betrug der Umsatz des Unternehmens rund 66 Mill. Euro.

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