Einigung mit der Gewerkschaft auf ein Plus von 4,2 Prozent
VW zahlt mexikanischen Mitarbeitern mehr Geld

Während sich Volkswagen nicht mit dem Wolfsburger Betriebsrat auf Einsparungen bei der Golf-Produktion einigen kann, hat der Autobauer in Mexiko mehr Glück. Die Gewerkschaft akzeptierte weit geringere Lohnerhöhungen als gefordert.

HB MEXIKO-STADT/HAMBURG. Die Löhne der rund 11 800 Arbeiter im Werk Puebla würden um 4,2 Prozent angehoben, teilte VW am Donnerstag mit. Der Abschluss wurde am späten Mittwochabend erzielt. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft Lohnerhöhungen um 12,5 Prozent verlangt und ihre Forderung später auf 10 Prozent reduziert.

Der Abschluss bewege sich auf dem Niveau des Inflationsausgleichs, teilte VW weiter mit. Der Vertreter der Gewerkschaft in Mexiko, Jose Luis Rodriguez, sagte: „Mit der Einigung liegen wir über dem Durchschnitt in der mexikanischen Autoindustrie.“

Im vergangenen Jahr hatten die Arbeiter das Werk vor einem Kompromiss vier Tage lang bestreikt. Schließlich verständigten sich Gewerkschaft und Unternehmen auf eine Lohnerhöhung von 4,5 Prozent sowie zusätzliche Vergünstigungen. Im Jahr 2001 war ein Tarifabschluss erst nach einem 18-tägigen Arbeitskampf erzielt worden.

Der jetzt erreichte Abschluss sehe neben der prozentualen Lohnanhebung eine höhere Einmalzahlung vor, sagte eine VW-Sprecherin in Wolfsburg. Bei Tarifabschlüssen in Mexiko werden regelmäßig solche Zuwendungen in Form von Lebensmittelgutscheinen oder Schulgeld vereinbart.

Das Werk ist die einzige Fertigungsstätte des „New Beetle“, der von dort aus in 80 Länder exportiert wird. In Puebla produziert Volkswagen zudem das Modell Jetta für den weltweiten Export. Die Fabrik hat für Europas größten Autobauer eine Schlüsselrolle, da durch die Produktion im Dollar-Raum Währungsverluste reduziert werden.

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