Einigung mit Investoren und Banken
Nordex-Finanzierung ist gesichert

Die Finanzierung des Windkraft-Spezialisten Nordex ist nach den hohen Verlusten der Vergangenheit nun gesichert. Die US-Investmentbank Goldman Sachs und die Berliner Investorengruppe CMP sowie die Banken unterzeichneten die Verträge für eine Rekapitalisierung des Unternehmens, wie Nordex am Mittwoch mitteilte.

HB ROSTOCK. Mit den Banken sei ausgehandelt worden, die Schulden von 49 Millionen Euro zu zwei Dritteln zu erlassen. Dafür erhielten sie bis zu zwölf Millionen neue Aktien. Zudem sollen Barkreditlinien und Bürgschaften erhöht werden.

Das Eigenkapital des Windkraftanlagen-Herstellers werde durch die Ausgabe von bis zu 41 Millionen neuer Aktien zum Kurs von einem Euro erhöht. Die Investoren sicherten zu, die Mehrheit der neuen Aktien zu erwerben. Alte Nordex-Aktien werden im Verhältnis eins zu zehn getauscht. Die Einigung gilt unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre. Am 21. und 22. Februar werde eine Hauptversammlung in Rostock einberufen.

Das Eigenkapital von Nordex war durch die Verluste der vergangenen beiden Geschäftsjahre (Oktober 2002 bis September 2004) von 202 auf knapp 10 Millionen Euro geschmolzen. Zudem gingen Nordex nach eigenen Angaben im zweiten Geschäftshalbjahr 2004 mehrere Aufträge verloren, weil die Banken der Kunden wegen der dünnen Kapitaldecke die Geschäfte nicht finanzieren wollten. Dadurch sei der Jahresumsatz mit 220 Millionen Euro um etwa 30 Millionen unter dem Plan geblieben. Dennoch konnten die Verluste von 172 Millionen Euro im Vorjahr auf 27 Millionen gesenkt werden. Grund sei die weitgehende Umsetzung eines Kostensenkungsprogramms.

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