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Einigung mit Outokumpu: Thyssen-Krupp wird seine Edelstahlsparte los

Thyssen-Krupp kann seine Edelstahlsparte Inoxum verkaufen. In der vergangenen Nacht einigten sich die Betriebsräte des Industriekonzerns mit dem finnischen Stahlkocher Outokumpu auf die Details des Deals.

Frankfurt/EssenDer Einigung zufolge wird nach der Übernahme die Produktion von Edelstahl am Standort Krefeld im kommenden Jahr eingestellt, Ende 2016 soll diese dann in Bochum geschlossen werden. Outokumpu wird dabei auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2015 verzichten, wie die IG Metall und Thyssen-Krupp mitteilten.

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Der Einigung waren harte Verhandlungen zwischen Vertretern der Unternehmen und den Betriebsräten vorangegangen, die von Protesten der Inoxum-Mitarbeiter begleitet wurden. Die Arbeitnehmer haben bei Thyssen-Krupp eine mächtige Position, ihre Zustimmung war daher dringend nötig. Andernfalls hätten sie den laufenden Umbau von Thyssen-Krupp erheblich stören können. Vorstandschef Heinrich Hiesinger will das Konglomerat zu einem Technologiekonzern umformen.

Hintergrund zu Outokumpu

  • Das Unternehmen

    Outokumpu gehört nach eigenen Angaben zu den weltweit sechs größten Herstellern von Edelstahl.

  • Firmensitz

    Seinen Hauptsitz hat Outokumpu in Espoo vor den Toren von Helsinki, wo auch der Handyhersteller Nokia ansässig ist.

  • Angestellte

    Die Finnen beschäftigen knapp 8.500 Mitarbeiter in 30 Ländern.

  • Verluste

    2010 machte das Unternehmen - wie schon in den vorangegangenen zwei Jahren - Verluste: Bei einem Umsatz von 4,2 Milliarden Euro betrug das Minus zuletzt 124 Millionen Euro.

  • Im laufenden Jahr

    Im dritten Quartal 2011 war ein erneuter Verlust von 135 Millionen Euro aufgelaufen. Konzernchef Mika Seitovirta erklärte bei der Bekanntgabe der erneut negativen Zwischenbilanz: „Es ist extrem wichtig für uns zu handeln, um die finanzielle Situation in allen Unternehmensteilen zu verbessern.“

  • Name

    Benannt ist der Konzern nach der Stadt Outokumpu im östlichen Finnland. Dort war mit der Entdeckung von Kupfervorkommen 1910 der Startschuss für das Unternehmen gefallen.

Der Verkauf von Inoxum ist Teil der Neuausrichtung – und eine Möglichkeit, Geld in die Kasse zu bekommen. Die Sparte wird den Angaben zufolge mit 2,7 Milliarden Euro bewertet. Die Summe setzt sich aus einem Baranteil, der Übernahme von Schulden und Pensionsverpflichtungen sowie einem Aktienpaket von 29,9 Prozent, das Thyssen-Krupp künftig an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen Outokumpu/Inoxum halten wird.

Hiesinger kann nun nicht nur die Schulden senken, sondern erhält zudem Mittel für Investitionen in Wachstumsgeschäfte wie die Technologiesparte. Nach den Milliardenabschreibungen auf die neuen Stahlwerke in Übersee will er das Technologiegeschäft stärken, in dem ThyssenKrupp unter anderem Aufzüge, Maschinen und U-Boote herstellt.

Traditionskonzern Die Stärken und Schwächen von Thyssen-Krupp

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Outokumpu verspricht sich von der Übernahme eine bessere Wettbewerbsposition. Der Markt für Edelstahl ist in Europa hart umkämpft, die meisten Anbieter schreiben Verluste. Mit der Fusion und der einhergehenden Stilllegung von Kapazitäten in Krefeld und Bochum soll ein Teil der Überkapazitäten beseitigt werden.

Durch den Zusammenschluss von Inoxum und Outokumpu entsteht ein neuer Weltmarktführer im Edelstahlbereich mit 18.000 Beschäftigten und mehr als zehn Milliarden Euro Umsatz.

  • 31.01.2012, 16:30 UhrMary

    @ werter vandale

    sorgen Sie mal dort für Vlissingen. Aluminium herzustellen, das übrigens auch in der Stahlindustrie verarbeitet wird, ist mehr energieintensiv.

  • 31.01.2012, 15:36 UhrAnonymer Benutzer: vandale

    Opfer der teuren Energie

    Zur Edelstahlherstellung wird der Stahl elektrisch geschmolzen. Dies ist sehr energieintensiv, sprich die Stromkosten machen einen erheblichen Anteil am Fertigproduktepreis aus. Die Weiterverarbeitung im Walzwerk ist gleichfalls sehr energieintensiv. Die populärsten Edelstahlsorten 1.4301, 1.4570 werden auch von aussereuropäischen Herstellern beherrscht. Die Strompreise liegen in Deutschland etwa doppelt so hoch wie ausserhalb Europas.

    Deutschland hätte mit einst knapp 30 umweltfreundlichen, abgeschriebenen Kernkraftwerken inklusive DDR und der Kernkraftwerke die bereits vor 2011 dem ökoreligiösem Hass zum Opfer gefallen sind und den umfangreichen Braunkohlevorkommen ideale Vorraussetzungen sehr preiswerten Strom herzustellen.

    Die Mitarbeiter von Thyssen Krupp Edelstahl sind zu einem wesentlichen Teil Opfer der Oekoreligion.

    Vandale

  • 31.01.2012, 15:36 UhrAnonymer Benutzer: vandale

    Opfer der teuren Energie

    Zur Edelstahlherstellung wird der Stahl elektrisch geschmolzen. Dies ist sehr energieintensiv, sprich die Stromkosten machen einen erheblichen Anteil am Fertigproduktepreis aus. Die Weiterverarbeitung im Walzwerk ist gleichfalls sehr energieintensiv. Die populärsten Edelstahlsorten 1.4301, 1.4570 werden auch von aussereuropäischen Herstellern beherrscht. Die Strompreise liegen in Deutschland etwa doppelt so hoch wie ausserhalb Europas.

    Deutschland hätte mit einst knapp 30 umweltfreundlichen, abgeschriebenen Kernkraftwerken inklusive DDR und der Kernkraftwerke die bereits vor 2011 dem ökoreligiösem Hass zum Opfer gefallen sind und den umfangreichen Braunkohlevorkommen ideale Vorraussetzungen sehr preiswerten Strom herzustellen.

    Die Mitarbeiter von Thyssen Krupp Edelstahl sind zu einem wesentlichen Teil Opfer der Oekoreligion.

    Vandale

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