Einigung mit rebellierender Gründerfamilie
Daimler bietet MTU zum Kauf an

Der Autokonzern Daimler-Chrysler hat am Freitag bestätigt, dass er von den Familiengesellschaftern deren Anteile am Dieselmotorenbauer MTU Friedrichshafen komplett übernehmen kann. Nach den Schmid-Maybachs verkaufen nun auch die Brandenstein-Zepplins ihre Anteile.

HB STUTTGART/FRIEDRICHSHAFEN. Damit ist der Weg frei für den Verkauf des Traditionsunternehmens vom Bodensee. Nun könne die Suche nach einem langfristig orientierten Investor beginnen, teilte Daimler-Chrysler mit und kündigte ein Bieterverfahren an. „Wir werden einen Verkaufsprozess starten, in den mehrere Interessenten einbezogen sind“, sagte ein Sprecher des Automobilherstellers am Freitagmorgen. Weitere Details dazu wollte er nicht nennen.

Aus Unternehmenskreisen waren zuvor bereits die Eckpunkte des Bieterverfahrens bekannt geworden: MTU Friedrichshafen soll nur als Ganzes verkauft werden. Zum Zuge kommen könnten Industrieunternehmen, Finanzinvestoren und langfristig orientierte Unternehmerfamilien. Außerdem will Daimler-Chrysler mit dem Käufer eine Haltefrist für MTU und bestimmte zu tätigende Investitionen vertraglich vereinbaren. Die Stuttgarter wollen mit dem Verkauf von MTU, das nicht mehr zum Kerngeschäft gezählt wird, mindestens eine Milliarde Euro einnehmen

Daimler-Chryslers Favorit als Käufer, MAN, meldete nach einer Zeit des Schweigens erneut sein Interesse an. Der monatelange Streit um die MTU-Zukunft hatte den . Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern verschreckt. Nachdem der Verhandlungspartner durch die Einigung von Daimler-Chrysler mit den bisherigen Minderheitseignern von MTU Friedrichshafen wieder klar sei, werde MAN die Verhandlungen wieder aufnehmen, sagte ein Sprecher am Freitag in München. „Das haben wir Daimler-Chrysler auch bereits mitgeteilt“, ergänzte er. Befürchtungen, MAN werde MTU Friedrichshafen im Fall einer Übernahme aufspalten, wies der Sprecher zurück. Ebenfalls interessiert sollen die schwedische Wallenberg-Gruppe und ein Konsortium um den früheren Detroit-Diesel-Chef Roger Penske sein.

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