Einigung zwischen Aluhütte Trimet und RWE könnte Vorbild für Rettung sein
Hamburger Alu-Werke kriegen letzte Chance

Die Einigung zwischen dem Aluminiumproduzenten Trimet und dem Energiekonzern RWE über einen neuen Stromliefervertrag könnte zum Vorbild für die Rettung der Hamburger Aluminium-Werke (HAW) werden. Die Gespräche zum Erhalt der 450 bedrohten Arbeitsplätze sollen in der kommenden Woche beginnen.

HB HAMBURG. „Das ist etwas, an dem wir uns orientieren können“, sagte ein Sprecher der Vattenfall-Tochter Hamburgische Electricitäts-Werke (HEW) am Dienstag. Die HEW sind der Stromlieferant der Hamburger Aluminium-Werke, die wegen der hohen Energiepreise geschlossen werden sollen.

Kernstück der Vereinbarung zwischen RWE und der Trimet Aluminium AG ist eine flexible Preisgestaltung anstelle einer festen Summe für den gesamten Vertragszeitraum. Trimet betreibt in Essen die einzige konzernunabhängige Aluminiumhütte Europas.

Die Gespräche mit Vattenfall sollten in der kommenden Woche unter Beteiligung von Vertretern des Hamburger Senats beginnen, kündigte HAW-Geschäftsführer Hans-Christof Wrigge an. „Ich glaube nicht, dass Vattenfall ein Angebot gemacht hätte, wenn es ihnen nicht ernst damit wäre“, fügte Wrigge hinzu.

„Wir hoffen, dass dann aus dem über die Medien verbreiteten HEW-Angebot eine tragfähige Verhandlungsrundlage wird“, sagte ein Sprecher des Aluminium-Werke-Miteigners Norsk Hydro. Allerdings sehe man die Einigungschancen mit gewisser Skepsis, fügte er hinzu. Man wolle die ausgestreckte Hand aber nicht ausschlagen.

Neben dem Hamburger Werk will Norsk Hydro seine Aluminiumhütte in Stade bis spätestens Ende 2006 schließen.

Die drei Gesellschafter der HAW hatten am Montag wie erwartet die Teilschließung des Hamburger Werks wegen zu hoher Stromkosten beschlossen, dabei aber die Möglichkeit für weitere Verhandlungen offen gelassen. Das Angebot der Elektrizitätswerke, eine zum Jahresende geplante Strompreiserhöhung um sechs Monate zu verschieben, hatten die HAW-Eigner als unzureichend zurückgewiesen.

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