Einladung zum Parteitag Zetsche will die Grünen nicht bekehren

Trotz der Kritik aus dem Linksflügel hält Daimler-Chef Dieter Zetsche an seinem Plan fest, beim Parteitag der Grünen in Stuttgart zu sprechen. Dort will er nicht bekehren, sondern eine Botschaft vermitteln – und ein Lob.
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Der Daimler-Chef hat Ende September beim Pariser Autosalon die neuen Elektro-Autos vorgestellt. Quelle: Reuters
Dieter Zetsche

Der Daimler-Chef hat Ende September beim Pariser Autosalon die neuen Elektro-Autos vorgestellt.

(Foto: Reuters)

HamburgDer Chef des Autokonzerns Daimler, Dieter Zetsche, hält trotz Kritik von Parteilinken an seinem geplanten Auftritt auf dem kommenden Grünen-Parteitag fest. „Ich werde aber nicht zu dem Parteitag fahren im dem Irrglauben, ich könne dort bekehren oder gar extreme Positionen ins Gegenteil verkehren“, sagte der Manager am Dienstagabend vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten.

Parteichef Cem Özdemir hatte Zetsche zu dem Parteitreffen in Stuttgart eingeladen. Die Einladung kommt zu einem brisanten Zeitpunkt: Der Bundesrat hat gerade die EU aufgefordert zu prüfen, ob ab 2030 nur noch emissionsfreie Autos zugelassen werden können. „Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Da ist es gut, wenn Vorschläge auch extreme Positionen einnehmen können“, sagte Zetsche.

Er wolle jedoch Elektroautos nicht durch Verbote von Verbrennungsmotoren, sondern durch wirtschaftliche Vorteile am Markt durchsetzen. Dazu wolle Daimler die elektrischen Antriebe so günstig machen, dass sie wirtschaftlicher als klassische Motoren seien. „Es hat mit unserer Marktwirtschaft relativ wenig zu tun, Kundenverhalten und Herstellung vorzugeben“, kritisierte er den Vorstoß, der auch bei Teilen der Grünen auf Kritik stoße.

Zugleich lobte er die Partei. Der Einfluss der Grünen auf die Bundespolitik in den vergangenen Jahrzehnten habe „mit Sicherheit der Bundesrepublik gut getan“, sagte der Manager.

Er betonte, Daimler wolle bei Elektro-Mobilität einer der führenden Anbieter werden. Zetsche hat seinem Konzern dazu ein eigenes E-Auto-Programm verordnet: Bis 2025 sollen zehn elektrische Modelle im Angebot sein. Bis zu einem Viertel des Daimler-Absatzes könne dann elektrisch sein, meinte Zetsche.

Wie sich die Autoriesen elektrisieren
Unter Strom
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Die Zukunft fährt elektrisch. In einer Studie hat das Center of Automotive Management (CAM) der FH Bergisch-Gladbach die elektrischen Strategien untersucht. Insbesondere die deutschen Hersteller müssen nun die Aufholjagd starten, sagen die Wissenschaftler. Was die Konzerne planen – und wie viel elektrische Autos sie in Deutschland verkaufen.

GM (Opel) – Die Rückkehr des Ampera
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Noch im Jahr 2012 wurde der Ampera zu Europas Auto des Jahres gekürt. Wirklich erfolgreich wurde der Plug-in-Hybrid aber nie. Im ersten Halbjahr 2016 verkaufte Opel kein einziges elektrisches oder halbelektrisches Auto. Das soll sich bald ändern. In Paris zeigen die Rüsselsheimer den Ampera-E: ein reines Elektroauto mit 400 Kilometern Reichweite, das mit dem Vorgänger nur den Namen gemein hat.

Ford – Noch einmal mit Gefühl
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Nur zwei Mal wurde der Ford Focus Electric im ersten Halbjahr in Deutschland verkauft. Ford hat bei der Elektromobilität bislang wenig zu bieten. Darum sollen nun 4,5 Milliarden Dollar in die Entwicklung der Elektromobilität investiert werden. Bis 2020 sollen 40 Prozent aller Ford-Modelle elektrifiziert werden.

Toyota – der skeptische Weltmarktriese
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Obwohl die Japaner massiv auf den Hybrid setzen, geht die Elektrifizierung bei Toyota noch nicht sonderlich weit. Gerade einmal 22 Exemplare des Prius Plug-in-Hybrid wurden im ersten Halbjahr in Deutschland verkauft. Und ein reines Elektroauto hat Toyota derzeit nicht mal im Angebot.

PSA (Peugeot und Citroen) – Franzosen mit Nachholbedarf
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Die Schwestermodelle Peugeot iOn und Citroen C-Zero kommen langsam in die Jahre. Mickrige 79 Exemplare wurden im ersten Halbjahr in Deutschland zugelassen. Gemeinsam mit Dongfeng haben die Franzosen darum eine Elektro-Plattform entwickelt, auf der bis 2021 sieben reine Elektroautos entstehen sollen. Insgesamt will PSA bis dahin elf elektrische Modelle anbieten.

Hyundai-Kia – Elektrooffensive aus Korea
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Die koreanischen Schwesterkonzerne wollen bei der elektrischen Mobilität vornewegfahren. Die 302 verkauften Elektroautos im ersten Halbjahr gehen vor allem auf das Konto des Kia Soul EV. Mit dem neuen Ioniq will Hyundai als erster Hersteller ein Modell anbieten, das als Hybrid, Plug-in-Hybrid und als reines Elektroauto erhältlich sein soll.

Geely (Volvo) – Schwedischer Herzschlag
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Wer große SUV wie den Volvo XC90 baut, der braucht elektrische Hilfe – schon alleine um die strengen Abgaswerte einzuhalten. Rund 468 Plug-in-Hybride haben die Schweden mit der chinesischen Mutter im ersten Halbjahr in Deutschland verkauft. 2019 soll das erste Elektroauto mit einer Reichweite von 500 Kilometern vorgestellt werden.

In den Jahren 2020 bis 2025 werde der Preis für die Antriebe auf ein wettbewerbsfähiges Niveau sinken, sagte er. Die größte Kohlendioxid-Einsparung werde jedoch zunächst noch von mehr Effizienz bei klassischen Antrieben ausgehen. „Wir können die Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren nicht einstellen“, sagte er. Staatsbeihilfen zur Entwicklung von E-Motoren lehnte er ab. Allerdings sei die beschlossene Förderung der Lade-Infrastruktur mit 300 Millionen Euro sowie eine gesetzliche Regelung der Rahmenbedingungen sinnvoll. Zur wenig genutzten Prämie beim Kauf von E-Autos sagte Zetsche, diese mache offensichtlich keinen Unterschied. Allerdings fielen ja auch kaum Kosten an, wenn nur wenige diese Förderung in Anspruch nehmen.

Zetsche sagte, Daimler wolle zugleich die Entwicklung von selbstfahrenden Autos vorantreiben. „Wir wissen aber auch, dass Google zum Beispiel schon weiter ist.“ Daimler müsse dabei darauf achten, eine eigene Kundenbeziehung zu haben, um nicht wie der Apple-Zulieferer Foxconn ohne eigene starke Marke zu enden. Apple forsche zwar auch zum Thema Mobilität, hat aber wohl kein klares Ziel. „Apple weiß heute noch nicht, was sie mit Autos machen wollen, obwohl sie größere Ressourcen einsetzen“, mutmaßte Zetsche.

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  • Artikel: "Der Einfluss der Grünen auf die Bundespolitik in den vergangenen Jahrzehnten habe „mit Sicherheit der Bundesrepublik gut getan“, sagte der Manager." Richtig wäre wohl: "...vor ein paar Jahrzehnten..."

    Mittlerweile fügen die Grünen nicht nur dem Land und den Menschen sondern auch der Umwelt massive Schäden zu. Besonders verheerend ist die "grüne" Energiepolitik:

    Biogas: gigantische Monokulturen mit Mais (fast 100x100 km)
    Bioethanol: gigantische Monokulturen mit Raps (über 100 x 100 km)
    Windkraft: Tausende Betonklötze mitten in der Landschaft
    Braunkohle: Dieser Dreck wurde und wird noch verschont, weil man unbedingt aus der sauberen Kernenergie aussteigen wollte.
    Solarenergie: Ohne Batterien sinnlos - mit Batterien umweltschädlich

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