Einschränkungen für Rheumamittel Celebrex
Behörde warnt Risikopatienten vor Pfizer-Mittel

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rät Patienten mit erhöhtem Risiko für Herzkreislauferkrankungen von der Einnahme des Pfizer-Medikaments Celebrex ab. Ärzte sollen das Rheumamittel nur noch eingeschränkt verschreiben.

HB BONN/BERLIN. Es sei nicht mehr vertretbar, Patienten mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen Celebrex zu geben. Das gelte auch für Menschen mit überstandenem Herzinfarkt oder Schlaganfall, teilte das Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am Montag in Bonn mit.

Etwa 320 000 Menschen in Deutschland erhalten nach Angaben des Pharmaunternehmens Pfizer Celebrex. Rund 600 000 nähmen Bextra, das als Nachfolgepräparat von Celebrex gilt. Beide sind so genannte Cox- 2-Hemmer, zu denen auch das Mittel Vioxx des US-Herstellers Merck zählte. Letzteres wurde im September wegen des erhöhten Risikos für einen Herzinfarkt vom Markt genommen.

Ärzte sollten laut BfArM für Patienten mit erhöhtem Herz- Kreislauf-Risiko alternative Medikamente zur Schmerztherapie und Entzündungshemmung, eventuell in Kombination mit einem Präparat zum Magenschutz erwägen. Könne auf die Behandlung mit Celebrex nicht verzichtet werden, sollte die niedrigste mögliche Dosis gewählt werden. Patienten rät das BfArM, ihren Arzt zu fragen. Es sei nicht auszuschließen, dass die beschriebenen Nebenwirkungen auch bei anderen Cox-2-Hemmern auftreten.

Die US-Gesundheitsbehörden (NIH) hatten bei einer Studie zum Rheuma- und Schmerzmittel Celebrex ein 2,5-fach erhöhtes Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen wie etwa Herzinfarkt oder Schlaganfall entdeckt, einschließlich solcher mit tödlichem Ausgang.

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