Einsparungen
Umbau von Thyssen-Krupp läuft an

Der Industriekonzern Thyssen-Krupp bereitet sich auf eine schnelle Umsetzung seiner neuen Struktur vor. Bereits vor der entscheidenden Sitzung des Aufsichtsrats hat das Unternehmen begonnen, die einzelnen Sparten zu entmachten. Am 4. September soll nun der Aufsichtsrat die Verschlankung von fünf auf zwei Bereiche absegnen.

DÜSSELDORF. So wurde in den vergangenen Wochen die Führung der Geschäftsbereiche Stainless und Elevator auf die Thyssen-Krupp AG übertragen, wie aus Mitteilungen der Gesellschaft im Bundesanzeiger hervorgeht. Einhergehend mit der Verlagerung wurde die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder verringert. Die Edelstahlsparte Thyssen Stainless-Krupp wurde zudem mit der ihrer wichtigsten Tochter Nirosta verschmolzen und der Sitz der Gesellschaft von Duisburg nach Krefeld verlegt.

Im Konzern hieß es, der Vorstand mache Druck, damit die neue Struktur pünktlich mit Beginn des neuen Geschäftsjahres am 1. Oktober implementiert sei. Wenige Woche zuvor, am 4. September, will der Aufsichtsrat die Verschlankung von fünf auf zwei Bereiche endgültig absegnen. Grundsätzlich hat das Gremium der Neuordnung bereits zugestimmt, Widerstände werden daher trotz der geplanten Streichung einiger Tausend Arbeitsplätze nicht erwartet.

Vorstandschef Ekkehard Schulz will mit dem Konzernumbau die Führung in der Holding konzentrieren, die fünf Sparten Steel, Stainless, Services, Elevator und Materials werden dabei ihre Eigenständigkeit verlieren. Die einzelnen Geschäftsfelder des weit gefächerten Konglomerats werden künftig in die zwei Divisionen "Materials" und "Technologies" eingegliedert und operativ direkt von der Holding geführt.

Ziel der Neuordnung ist es, das Unternehmen stärker auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten und kostspielige Doppelstrukturen zu beseitigen. Verwaltungsaufgaben wie Personalwesen, Einkauf oder Finanzen sollen zentral von einem Dienstleistungscenter (Shared Services) erbracht werden. Der Vorstand verspricht sich von der Neugliederung jährliche Einsparungen in Höhe von 500 Mio. Euro.

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