Einsparungen und Verkäufe
Hiesinger zieht die Zügel bei Thyssen-Krupp an

Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger will dem Industriekonzern zu mehr finanzieller Schlagkraft verhelfen. Einsparungen und Verkäufe sind geplant. Hiesinger peilt ein anspruchsvolles Gewinnziel an.
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DüsseldorfDer Industriekonzern Thyssen-Krupp will sein Ergebnis deutlich steigern. Mittelfristig soll der operative Gewinn gegenüber dem laufenden Geschäftsjahr verdoppelt werden, wie das Handelsblatt (Dienstagausgabe) aus dem Konzernumfeld erfahren hat. Für das laufende Jahr hatte Thyssen-Krupp ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 1,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Der Konzern äußerte sich nicht dazu.

Für den Ruhrkonzern ist der prognostizierte Gewinnsprung zwar ein enormer Erfolg, denn erstmals seit drei Jahren wird Thyssen-Krupp damit unter dem Strich einen Gewinn ausweisen. Um aber eine Dividende zahlen zu können und die finanzielle Kraft für Akquisitionen zu haben, reicht dies nicht. Dafür brauche das Unternehmen die angepeilte Verdoppelung, wie es hieß.

Um das Ziel zu erreichen, hat Vorstandschef Heinrich Hiesinger die Top-Führungskräfte ermahnt, sich noch stärker auf die Entwicklung des operativen Geschäfts zu fokussieren. Da dies aber nicht reichen wird, um den Gewinn im erforderlichen Umfang zu steigern, plant Thyssen-Krupp weitere Einsparungen. Deutschlands größter Stahlproduzent will bis Ende des kommenden Geschäftsjahres 2014/15 die Kosten um 2,3 Milliarden Euro senken. Zusätzliche Einsparungen erwartet der Vorstand um Hiesinger durch eine engere Verzahnung der Geschäftsbereiche.

Für die Neuausrichtung plant Thyssen-Krupp den Verkauf von Geschäftsteilen. Veräußert werden soll etwa der Bereich Fahrgasttreppen. Langfristig sollen auch die Werften mit dem U-Boot-Bau verkauft werden. Dies werde aber noch einige Jahre dauern, hieß es im Konzern.

Lesen Sie den vollständigen Bericht ab 20 Uhr im E-Paper des Handelsblatt.

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