Einsparungen von 24 Mill. Euro
MAN-Mitarbeiter arbeiten länger ohne Lohnausgleich

Bei den rund 7000 Beschäftigten bei MAN Nutzfahrzeuge wird sich in Zukunft einiges ändern. Der Betriebsrat einigte sich mit der IG Metall auf längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich. Dadurch spart der Bus- und Lastwagenhersteller bis zu 24 Mill. Euro jährlich ein.

HB MÜNCHEN. Der Betriebsrat habe sich mit der IG Metall darauf geeinigt, die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von derzeit 35 Stunden auf 36 bis 37 Stunden wöchentlich zu erhöhen, teilte die MAN Nutzfahrzeuge AG am Donnerstag in München mit. Für die anderen Standorte gebe es noch keine Gespräche.

Bei MAN steht schon seit über einem Jahr die Senkung der Arbeitskosten in Deutschland ganz oben auf der Agenda. Früheren Aussagen zufolge muss das Unternehmen verglichen mit Wettbewerbern aus Schweden und Italien derzeit um 20 Prozent höhere Arbeitskosten kompensieren, vor allem weil hierzulande weniger gearbeitet wird. Der Nfz-Vorstandsvorsitzende Anton Weinmann hatte stets die geringere Produktivität bemängelt und eine Erhöhung der Arbeitszeit gefordert.

Das nun geschlossene Paket schließt während der Laufzeit betriebsbedingte Kündigungen aus. Je nach Tätigkeitsgebiet verlängere sich die Arbeitszeit um eine bis zwei Stunden pro Woche. Einen Teil davon bringen die Arbeitnehmer durch die Nutzung von Freizeit für Weiterbildungsmaßnahmen ein.

Außerdem rechnet Weinmann mit einer Steigerung der Produktivität um jährlich rund 26 Mill. Euro durch die ebenfalls vereinbarten Investitionen. Erreicht werden soll dies durch die Modernisierung der Gebäude und Anlagen. Ziel sei es, die Durchlauf- und Leerzeiten zu minimieren sowie die größtmögliche Flexibilität in den Produktionsabläufen zu erreichen. Zudem erweitert MAN Nfz die Kapazitäten in Forschung und Entwicklung.

„Mit den vereinbarten Maßnahmen heben wir das Werk München auf ein völlig neues Produktivitätsniveau und verbessern damit entscheidend die Wettbewerbsfähigkeit am Standort München“, so Weinmann zum dem nun vereinbarten Paket. Dies sei ein weiterer wesentlicher Schritt, um die beabsichtigten strukturellen Einsparungen der Gruppe zu erreichen.

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