Einspruch beim Industrieministerium
Endesa wehrt sich gegen Auflagen für Eon

Auch der spanische Energieversorger Endesa lässt nun die Auflagen der nationalen Energiebehörde CNE für eine Übernahme durch den deutschen Energiekonzern Eon anfechten. Der Verwaltungsrat beschloss am Montag in Madrid einstimmig, beim spanischen Industrieministerium Einspruch zu erheben.

HB MADRID. Die Endesa-Führung teilte am Montag mit, sie verteidige damit den Wert des Unternehmens und die Interessen der Anteilseigner. Der Bieterkampf um die Zukunft des größten spanischen Versorgers wird damit immer mehr zur juristischen Auseinandersetzung.

Die von der Regierung in Madrid kurzerhand mit Vetorechten ausgestattete Energieaufsicht CNE hatte vor knapp zwei Wochen einer Übernahme von Endesa durch Eon unter bestimmten Auflagen zugestimmt. Unter anderem verlangt die Behörde, dass Endesa im Falle einer Übernahme seine Beteiligungen an mehreren Atomkraftwerken sowie eine Reihe von Kohlekraftwerken verkauft. Zudem soll Endesa die Stromversorgung der Balearen und Kanaren abgeben. Der Düsseldorfer Konzern bietet knapp 27 Mrd. Euro für Endesa.

Auch Eon hatte diese Auflagen angefochten. Endesa schloss sich dieser Klage aber nicht an, sondern will sein eigenes Verfahren führen. Der Konzern verfolgt dabei nach spanischen Presseberichten die Strategie, als unabhängiger Konzern fortzubestehen, solange Eon seine Offerte für eine Übernahme nicht aufbessert.

Die Konzernführung begründete den Einspruch damit, dass die Auflagen auf eine Zerstückelung von Endesa hinausliefen. Damit würden sich die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens und dessen Kapazitäten zur Versorgung des spanischen Marktes verschlechtern. Der Verwaltungsrat des auch von der heimischen Gas Natural umworbenen Konzerns erklärte nicht, gegen welche Auflagen der CNE er vorgehen will.

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