Einspruch gegen China-Pläne
Hyundai legt Daimler Steine in den Weg

Das erst vor kurzem erzielte China-Bündnis von Daimler-Chrysler mit der Beijing Automotive Industrie Holding Company ist in Gefahr. Der koreanische Autobauer Hyundai Motor will seinen Partner Daimler-Chrysler bewegen, auf ein geplantes Gemeinschaftsunternehmen in China zu verzichten.

HB SEOUL. Hyundai pocht auf eine Exklusiv-Vereinbarung mit dem von Daimler-Chrysler auserkorenen Produktionspartner Beijing Automotive Industry (BAIC). „Sie sollten das Geschäft abblasen“, sagte ein Sprecher von Hyundai am Dienstag in Seoul. „Unser Vertrag mit BAIC enthält ausdrücklich eine Exklusivitätsklausel für das Pkw-Geschäft.“ Hyundai hatte im Oktober 2002 ein Gemeinschaftsunternehmen mit BAIC gegründet und will in diesem Jahr in China 52 000 „Sonata“-Limousinen bauen. Ein Daimler-Chrysler-Sprecher wollte sich zu den Forderungen aus Korea zunächst nicht äußern.

Rechtliche Schritte gegen Daimler-Chrysler seien aber nicht geplant, sagte der Hyundai-Sprecher. Daimler-Chrysler ist mit 10,65 % größter ausländischer Aktionär von Hyundai und will noch in diesem Jahr entscheiden, seine Beteiligung um fünf Prozent aufzustocken. Erst vor wenigen Monaten hatten Hyundai, Mitsubishi und Daimler-Chrysler eine Allianz zum Bau eines „Welt-Motors“ für Mitsubishi-, Hyundai- und Chrysler-Fahrzeuge gegründet.

Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp hatte Anfang September ein Rahmenabkommen unterzeichnet, demzufolge der Stuttgarter Konzern und BAIC in den nächsten Jahren für rund eine Milliarde Euro nahe Peking die Produktion von E- und C-Klasse-Modellen von Mercedes-Benz aufbauen wollen. Bis zu 25 000 Fahrzeuge sollen dort von 2005 an aus vorgefertigten Teilesätzen pro Jahr entstehen. Daimler-Chrysler und BAIC bauen in einem Gemeinschaftsunternehmen bereits Geländefahrzeuge von Chrysler (Jeep) und Mitsubishi (Pajero).

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