Einst weltgrößter Chemie-Konzern
IG Farben war einst mit Nazi-Regime verflochten

Die IG Farben war einst der größte Chemie-Konzern der Welt. Während des Zweiten Weltkriegs setzte das Unternehmen Zehntausende Zwangsarbeiter ein.

HB FRANKFURT. Auch wenn die IG Farben AG „in Abwicklung“ als Rechtsnachfolgerin längst nicht mehr mit dem früheren Chemie-Konglomerat vergleichbar war und ihr Geld mit Immobilien verdiente, gilt sie dennoch als Symbol für die enge Zusammenarbeit der deutschen Wirtschaft mit den Nationalsozialisten.

1944 hatte der Chemie-Konzern weit mehr als 80 000 ausländische Arbeiter und Häftlinge von Konzentrationslagern zwangsweise in den Dienst der Nazi-Diktatur gestellt. Staatliche und unternehmerische Funktion der Gesellschaft waren schon vor Kriegsbeginn zunehmend verschmolzen. Die Beteiligungsgesellschaft Degesch produzierte das in den Gaskammern der Konzentrationslager eingesetzte Giftgas Zyklon-B.

Nach Kriegsende wurde die IG Farbenindustrie von den alliierten Siegermächten entflochten. Daraus gingen unter anderem die Konzerne BASF, Bayer und Hoechst hervor. Rechtsnachfolgerin wurde anschließend die IG Farben i.A. (in Abwicklung). Nach der Zerschlagung des Industriekartells ging das Restvermögen auf sie über.

Die Aktionärstreffen werden stets von scharfen Protesten von Gegnern und früheren Opfern begleitet. In den vergangenen Jahren musste die Hauptversammlung wegen gewalttätiger Ausschreitungen des öfteren auch abgebrochen oder schon vorher abgesagt werden.

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