Einstieg bei EADS
Glos lehnt Beteiligung bei EADS ab

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat sich gegen eine Beteiligung des Bundes am Luftfahrtkonzern EADS ausgesprochen. „Eine Beteiligung der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau würde die Sanierung erschweren“, sagte Glos der „Bild am Sonntag“.

HB HAMBURG. „Die Restrukturierung und Sanierung von Airbus muss unter industrieller Führerschaft erfolgen.“ Glos mahnte den Konzern DaimlerChrysler, unternehmerische Verantwortung zu zeigen. „DaimlerChrysler muss seiner Verantwortung gerecht werden. Industrielles Engagement kann nicht nur zu Zeiten des Sonnenscheins gelten“, sagte der Wirtschaftsminister.

Dagegen fordert Verteidigungssekretär Christian Schmidt (CSU), dass Bund und Länder notfalls die EADS-Anteile aufkaufen, die DaimlerChrysler verkaufen will. So wolle er erreichen, dass deutsches Rüstungs-Know-How im Lande bleibt. Schmidt sagte der „Bild“-Zeitung: „Bei der dominierenden Rolle der EADS in der Wehrtechnik muss deutscher Einfluss in diesem Unternehmen gesichert bleiben. Notfalls durch ein vorübergehendes Engagement der öffentlichen Hand!“

Um den deutschen Einfluss auf den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS mit seiner Tochter Airbus zu wahren, soll die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) laut einem Magazinbericht eine EADS-Beteiligung von 7,5 Prozent übernehmen. Einen Teil davon will Hamburg kaufen. „Hamburg ist bereit, sich an EADS zu beteiligen“, sagte Bürgermeister Ole von Beust (CDU) dem „Spiegel“ laut einem am Samstag vorab veröffentlichten Bericht. Die Aktien stammten vom EADS-Großaktionär DaimlerChrysler, der 22,5 Prozent an EADS hält und sich von einem Drittel seiner Anteile trennen möchte.

In Gesprächen mit der Bundesregierung habe DaimlerChrysler zugesichert, weiter eine 15-prozentige Beteiligung zu halten, schreibt das Magazin. Die restlichen 7,5 Prozent übernehme die KfW, bis sich ein deutscher Interessent findet. Die Bundesregierung wolle so verhindern, dass die Aktien ins Ausland verkauft werden.

Die KfW verfüge über genügend flüssige Mittel, um den Anteil, der zurzeit etwa 1,5 Milliarden Euro kosten würde, zu bezahlen, heißt es weiter. Die Verhandlungen mit DaimlerChrysler seien bereits weit gediehen, der Verkauf solle in Kürze abgeschlossen werden.

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