Einstieg in den Strommarkt
Eon fasst in Bulgarien Fuß

Eon hat eine seiner letzten Lücken auf der Osteuropakarte geschlossen. Der Energiekonzern steigt nämlich in den bulgarischen Strommarkt ein.

HB DÜSSELDORF. Im Zuge der Privatisierung bekomme Eon den Zuschlag für die Stromverteilunternehmen im Nordosten des Landes, teilte das bulgarische Energieministerium am Donnerstag in Sofia mit. Die Südostregion schlug das Ministerium dem österreichischen Versorger EVN zu, den Westteil des Landes mit der Hauptstadt Sofia der tschechischen CEZ.

Eon begrüßte den Zuschlag. Jetzt könne mit konkreten Vertragsverhandlungen begonnen werden, sagte ein Unternehmenssprecher in München. Einzelheiten, etwa über die nötigen Investitionen in Bulgarien, wollte er nicht nennen. Die Verträge dürften voraussichtlich im September unterschrieben werden, sagte der Sprecher weiter.

Eon hatte für seine Beteiligung 140,7 Mill. € geboten. Insgesamt erlöste Bulgarien aus der Privatisierung nach eigenen Angaben 693,2 Mill. €. Zum Verkauf standen jeweils 67 % von sieben Versorgern. Die Unternehmen waren in den Paketen West-Bulgarien, Südost-Bulgarien und Nordost-Bulgarien zusammengefasst. Ein Bieter konnte nur eines der drei Pakete erwerben. Insgesamt hatten fünf internationale Unternehmen bindende Angebote für die bulgarischen Stromverteilunternehmen abgegeben. Die italienische ENEL und die griechische Public Power Corp waren nicht zum Zuge gekommen.

Der für Ost- und Südeuropa zuständige Eon-Konzernvorstand Johannes Teyssen hatte Ende Juni erklärt, Eon erwarte durch die EU-Osterweiterung gute Chancen für weiteres Wachstum. Im Gasgeschäft sollten Marktanteile ausgebaut und in der Stromversorgung vorhandene Lücken in der Wertschöpfungskette geschlossen werden. Der rumänische Wirtschaftsminister Dan Popescu erklärte am Donnerstag in Bukarest, Eon und drei weitere Gaskonzerne hätten verbindliche Angebote für rumänische Gas-Versorger unterbreitet.

Mit dem Zuschlag für die Stromverteilunternehmen in der Nordost-Region Bulgariens bekommt Eon nach früheren Angaben eines Unternehmenssprechers Zugang zu 1,13 Mill. Kunden. Eon ist schon in Tschechien, Polen, Ungarn und der Slowakei vertreten. Auch für Rumänien zeigt der Konzern Interesse. Dort gibt es zwar Privatisierungspläne, aber noch keine konkreten Ausschreibungen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%