Einstimmige Entscheidung
VW-Gremien wie erwartet gegen Porsche-Offerte

Vorstand und Aufsichtsrat von VW haben sich erwartungsgemäß gegen das Pflichtangebot des Haupteigentümers Porscheausgessprochen.

HB HAMBURG. Die Aktionäre von Volkswagen sollten die Offerte nicht annehmen, rieten die beiden Führungsgremien nach einer Sondersitzung des Aufsichtsrats am Freitag. Der fundamentale Wert der VW-Aktien sei höher als das Porsche-Gebot, begründeten sie die Ablehnung. Die knapp 101 Euro, die Porsche für die Stammaktien zahlen will, sind weniger als die Papiere derzeit an der Börse wert sind.

Damit verbot sich ein positives Votum von vornherein. Mit einer Zustimmung zu der Offerte hätte der Aufsichtsrat indirekt signalisiert, dass er die eigene Aktie für überbewertet hält.

Die VW-Stammaktie schloss am Freitag mit 105,39 Euro 0,3 Prozent im Plus, die Vorzugsaktie ging bei 69,85 Euro mit einem Plus von 0,6 Prozent aus dem Markt. Porsche bietet den VW-Aktionären noch bis 29. Mai 100,92 Euro je Stammaktie und 65,54 Euro je Vorzugspapier an. Das Übernahmeangebot stößt bislang ohnehin kaum auf Resonanz. Der Sportwagenbauer hatte es im April abgeben müssen, als er seinen Anteil auf über 30 Prozent erhöht hatte. Porsche kann nunmehr bis auf fast 50 Prozent aufstocken, ohne sich erneut erklären zu müssen.

Die Entscheidung in Vorstand und Aufsichtsrat sei einstimmig gefallen, teilte Volkswagen mit. Aufsichtsratschef Ferdinand Piech sowie die Porsche-Vorstände Wendelin Wiedeking und Holger Härter hätten sich in dem Kontrollgremium jedoch der Stimme enthalten. Piechs Familienclan gehören alle stimmberechtigten Aktien von Porsche.

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